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    Donnerstag, 19. November 2015, 20:43

    Die Leute von der Shiloh Ranch / The Virginian

    Eigentlich gehört die Vorstellung dieser bekannten Westernserie eher in ein deutsches 70er Jahre- Forum, da sie bei uns erst ab November 1970 ausgestrahlt wurde. Produziert wurde sie jedoch weitgehend in den 60ern.
    Mit "Shiloh" verbinde ich in der Erinnerung vor allem meine frühen Jugendjahre. Dazu gehörte das beginnende Interesse an Popmusik, Modellbau, Büchern "für Erwachsene" und der jedes Mal Sonntagabends einsetzende Horror vor der neuen Schulwoche (mit Schulsport am Montag bei Lehrer F. Montag) am Ende eines erholsamen Wochenendes.
    "Shiloh" war die drittlängste Westernserie nach den "Rauchenden Colts" und "Bonanza". Die Reihe brachte es auf 249 Folgen in 9 Staffeln, die in den USA zwischen 1962 und 1971 als 75 -Minutenformat auf NBC ausgestrahlt wurden.
    Der Plot spielt im Staat Wyoming um 1890 auf der besagten Ranch, die zunächst von Richter Garth (Lee J. Cobb) und später von den Brüdern Grainger geführt wird. In der letzten Staffel geht sie in den Besitz von Colonel Mackenzie (Stewart Granger) über. Bewirtschaftet wird die Ranch in der Nähe von Medicine Bow von einer ganzen Reihe wechselnder Cowboys, vor allem jedoch von Trampas (Doug Mc Clure) und seinem Vormann, dem Virginian (James Drury).
    Diese waren die eigentlichen Hauptdarsteller der Serie und über alle 9 Staffeln präsent.
    Die Drehbücher basierten auf einem Roman von Owen Twister von 1904, in dem Trampas und der Virginian jedoch im Vergleich zur TV- Umsetzung im erbitterten Gegensatz zueinander stehen.
    Ähnlich wie bei "Bonanza" traten auch bei "Shiloh" zahlreiche Gaststars auf, darunter bekannte Namen wie Harrison Ford, Robert Redford, Charles Bronson, Patrick Macnee, Lee Marvin, Barbara Eden und sogar Karlheinz Böhm.
    Der Kalifornier Doug Mc Clure galt nach "Shiloh" lange Jahre als Prototyp des abgehalferten Westernschauspielers, dem weiterer beruflicher Erfolg weitgehend versagt blieb. Er starb 1995 mit 60 Jahren an Lungenkrebs.
    Der 1934 geborene New Yorker James Drury feierte mit "Shiloh" ebenfalls seine größten schauspielerischen Erfolge. Er lebt, 81 jährig, heute noch.
    In Deutschland liefen 171 Folgen der Serie ab November 1970 mit Unterbrechungen bis November 1980 im sonntäglichen Vorabendprogramm des ZDF. Viele der Folgen wurden dabei auf 60 Minuten gekürzt, damit sie in das Programmschema paßten. Auch der vielen Zeitgenossen im Gedächtnis gebliebene Trailer mit der Rinderherde und der zündenden Begleitmusik von Percy Faith entsprach nicht dem US- Original, sondern entstammt der Folge "100.000 Dollar Lösegeld".
    Zwischen 2011 und 2015 wurde in zwei Anläufen von verschiedenen Produzenten mit der Veröffentlichung der Serie auf DVD begonnen. Dabei publizierte Koch Media ab Januar 2015 als sinnvollste Lösung ungekürzte Folgen mit deutscher Synchro und Untertiteln für die damals nicht gesendeten Sequenzen.
    Um 1971 veröffentlichte der Engelbert Verlag in seiner peb- Reihe drei Fernsehbücher zur Serie, die auf dem Roman von Owen Wister beruhen.
    Auf www.youtube.com sieht es mit Folgen in deutscher Sprache derzeit finster aus. Aktuell ist lediglich eine Folge in voller Länge zu sehen. Unter "The Virginian" mit Folgen im englischen Original wird man z.Zt. deutlich fündiger.
    "Die Leute von der Shiloh Ranch" ist ein überwiegend gut gemachtes, auch heute noch sehenswertes Westernformat aus der TV- Blütezeit dieses Genres in den 60er Jahren :thumbup: .
    Auch wenn man über einige zeittypische szenische Längen aus heutiger Sicht gelegentlich staunen muß ;) .