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    Sonntag, 7. August 2022, 08:36

    RE: Mathieu Carriere

    Das wurde wohl von der Reality Show "Survivor" inspiriert. Schaute ich mir zu Beginn meiner Auswanderung in die USA kurz an, ebenso "Big Brother" (da reichte eine Sendung, dann hatte ich genug), und dann wandte ich mich wieder alten Filmen zu, was ich auf Dauer lohnenswerter finde als der Mist, der heutzutage produziert wird.
    Sicher, es gibt immer wieder ein paar Highlights wie "Ein Mountie in Chicago" (Due South), "Prison Break", "24", "Law & Order", "Bosch", "Jack Ryan", "Blue Bloods", "CSI", "Cold Case" und ganz besonders die Jesse Stone TV Filme, aber das sind halt verschwindend wenige gute Krimi Serien.
    Mich konnte Carriere eigentlich nie überzeugen. Es mag sein, dass ich nur die Filme sah, in denen er fehlbesetzt war.

    Gesehen habe ich ihn vor Jahren in einer "Rolle" als Dschungelcamp-Bewohner. Da ich diese Art Sendungen komplett ablehne (ich nenne es Asso-TV, Frauentausch, Bauer sucht Frau -oder Sau? etc. ) , hatte mich eine Freundin sozusagen darauf "geschubst" und ich habe mir eine Szene bei YouTube angesehen, in der Carriere wohl eine Prüfung bestehen sollte. Er hat sich eine riesigen Kakerlak in den Mund geschoben, so dass nur das Hinterteil noch zu sehen war. Vermutlich dachte das Insekt, es wird nun gefressen und hat sich gewehrt, in dem es seine Fäkalien von sich gab. Ich dachte mir nur "Bon appétit" Monsieur Carriere, und putzen Sie sich den Mund ab.

    Wie tief kann man sinken?

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    Sonntag, 7. August 2022, 08:38

    RE: Die Adventsvierteiler

    Dann werde ich mich mal auf die Suche machen. Am besten gefiel mir damals "Robinson Crusoe" mit Robert Hoffmann, der anschliessend leider fast nur noch Boesewichte spielte wie z. B. in dem ersten "Angélique" Film.
    Siehe den Thread "TV- Serien", dort sind die aktuellen Beiträge zum Thema wieder ganz vorne zu finden. Sogar mit Beiträgen von Chrissie, Chrissie. You are welcome ! ;)

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    Sonntag, 7. August 2022, 12:47

    Neues Thema: Jahreseinkommen in den USA

    Ich hoerte gerade in den Morgennachrichten auf NECN ein interessantes Thema.
    Thema: welches sind die teuersten Staaten in den USA.

    Leider bekam ich den Anfang nicht mit, aber ich vermute mal, dass sich diese Zahlen auf eine vierkoepfige Familie beziehen, wo die Eltern beide ganztags arbeiten.
    Der teuerste Bundesstaat war in dieser Auflistung Hawaii mit ueber $ 130.000 Jahreseinkommen, um dort wirtschaftlich existieren zu koennen.
    Wer auf Platz 2 landete, weiss ich nicht mehr, Platz 3 war Kalifornien und an 4. Stelle lagen Massachusetts mit $ 86.000 Jahreseinkommen (nicht klar war ob das Brutto oder Netto sein soll) und Alaska, das an 5. Stelle lag, wo man angeblich $ 85.000 pro Jahr benoetigt. Das bezweifle ich allerdings sehr, denn in Alaska leben viel weniger Menschen als in Massachusetts, und ihr Lebensstandard ist nicht so hoch wie bei uns (ich las Buecher ueber Alaska und sah mir mehrere Dokus an).

    Dazu kann ich aus eigener Erfahrung aus dem Jahr 2006 (in Massachusetts lebend) nur folgendes sagen.
    Nach meiner zweiten Scheidung war ich damals Single, lebte in einer Mietwohnung, die mich warm fast $ 900 kostete und verdiente dank Ueberstunden (ich arbeitete von Februar bis November 2006 6 Tage pro Woche an jedem Samstag) $ 1.950 pro Monat.
    Davon konnte ich einigermassen leben und mir sogar ein paar Buecher und DVD's leisten. An Urlaub ansparen war allerdings nicht zu denken, fuer Kleidung reichte es auch kaum je.
    Das heisst also $ 24.000 Jahresnettoeinkommen fuer eine Person reichte damals so eben aus.
    Im Vergleich dazu: ein Lehrer an eineer High School verdiente damals $ 35.000 pro Jahr (vermutlich brutto). Aber hier wird nur ein Drittel Steuern abgezogen.

    Zur selben Zeit um 2006 herum las ich mehrmals in amerikanischen Frauenzeitschriften, dass Krankenschwestern ein Jahreseinkommen von $ 65.000 haetten, was mir verglichen mit meinem eigenen verdienst damals sehr gut erschien. Dennoch streiken sie Jahr fuer Jahr fuer noch mehr Geld.

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    Sonntag, 7. August 2022, 16:31

    Teuerste und günstigste Bundesstaaten in den USA

    Auf die Schnelle liegen mir Daten von 2022 vor , wobei die daneben angeführten Zahlen wohl Indexwerte, bezogen auf den Durchschnittswert 100, darstellen sollen.

    Bundesstaaten mit den höchsten Lebenshaltungskosten.

    1. Hawaii (wohl wegen des Tourismus, und weil dort sehr vieles importiert werden muß) 192,9
    2. Kalifornien (meines Erachtens weitgehend durch Eigenverschulden) 151,7
    3. New York (gemeint ist der ganze Bundesstaat, nicht NYC allein) 139,4
    4. Oregon (was mich ein wenig erstaunt) 134,2
    5. Massachusetts (über die Gründe wird Chrissie mehr wissen als ich) 131,6.

    Bundesstaaten mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten:

    1. Mississippi 86,1
    2. Arkansas 86,9
    3. Oklahoma 87,0
    4. Missouri 87,1
    5. New Mexico 87,5

    Auffallend ist, daß es sich hierbei meist um Staaten mit hohem Anteil an schwarzer oder indigener Bevökerung handelt. So befinden sich z.B. in Oklahoma große Indianerreservate. Erstaunlich fand ich nur die Listung von Missouri auf Platz 4.

    265

    Freitag, 23. September 2022, 12:52

    The American Corner - Der Cowboy im Weißen Haus: Theodore Roosevelt

    Um 1900 waren die USA auf dem besten Weg zu einer wirtschaftlichen Supermacht. In diesem Zeitrahmen fand eine regelrechte Masseneinwanderung statt, teilweise aus Ländern, die nicht jedem "altansässigen" Amerikaner behagten. Der Städtebau boomte, man stand kurz davor, in Metropolen wie New York die ersten "skyscraper" zu errichten, ja man kann von den rund 20 Jahren vor dem Ersten Weltkrieg von einer regelrechten Urbanisierung des Landes sprechen. Begründet wurde dies vor allem durch die rasche Industrialisierung des Landes seit ca. 1880, als in den Industriezentren zahllose Arbeitskräfte benötigt wurden.
    Vor diesem Hintergrund trat ein gewisser Theodor "Teddy" Roosevelt nach dem tödlichen Attentat auf seinen Vorgänger William McKinley im Jahre 1901 als 26. und gleichzeitig jüngster Präsident der Vereinigten Staaten sein Amt an.
    Theodor Roosevelt wurde am 27. Oktober 1858 in New York als Sohn des Kaufmanns Theodore Roosevelt sen. und dessen Ehefrau Martha, geb. Bulloch, geboren. Seine Eltern waren wohlhabend, doch bereits als Kind erkrankte er an Asthma, weshalb er kaum das Elternhaus verlassen konnte, um öffentliche Schulen besuchen zu können. So wurde er bis zu seinem High School- Abschluß die meiste Zeit im elterlichen Haus von einem Privatlehrer unterrichtet. Seine freie Zeit verbrachte er meist mit dem Lesen von Tageszeitungen, ein Umstand, der zu seinem frühen Interesse an der Politik führte. Als sich sein Gesundheitszustand besserte, konnte er sich ab 1876 an der Harvard- Universität dem Studium der Politischen Wissenschaften widmen. Hier lernte er auch Alice Lee kennen, die er im Jahre 1880 heiratete. Kurz darauf wurde auch die gemeinsame Tochter zur Welt gebracht. Im Jahre 1881 schloß er sein Studium in Harvard ab und besuchte im Anschluß die Columbia- Universität, wo er Rechtswissenschaften studierte. In diversen Abhandlungen und Vorträgen entwickelte sich Roosevelt zu einem beachtlichen Rhetoriker.
    Im gleichen Jahr fand er den Einstieg in seine politische Karriere. Theodor Roosevelt wurde 1881 als Vertreter der Republikaner in das Parlament des Bundesstaates New York gewählt und war damit das jüngste Mitglied dieses Hauses. Ein Jahr später wurde sein erstes Buch mit dem Titel "Der Seekrieg von 1812" in den USA veröffentlicht. Im Jahre 1884 starb seine Ehefrau Alice und ein Jahr darauf auch seine Mutter. Um diese tragischen Ereignisse zu verarbeiten, legte Roosevelt vorübergehend sein Amt nieder und reiste mit seiner Tochter auf das Land nach Dakota, wo er eine Rinderfarm erwarb. Zahlreiche seiner Schriften über die Entwicklung des Westens der USA entstanden zu dieser Zeit. Im Jahre 1886 kehrte Roosevelt nach New York zurück, um für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren, jedoch ohne Erfolg. Kurz darauf heiratete er in zweiter Ehe Edith Carow, aus dieser Beziehung gingen fünf Kinder hervor. 1887 veröffentlichte er sein Buch "Die Eroberung des Westens".
    Von Präsident Mc Kinley wurde Roosevelt im Jahre 1897 als Staatssekretär in das Marineministerium berufen. Am 25. April 1898 begann der Spanisch- Amerikanische Krieg, und Roosevelt legte seine Ämter nieder, um die legendär gewordene Kavallerieeinheit "Rough Riders" zu gründen, in der er den Rang eines Obersten bekleidete. Dabei zeichnete er sich durch militärische Erfolge und vor allem durch seinen ausgeprägten Patriotismus aus. Versehen mit diesem Image, wählte man ihn nach seiner Rückkehr 1898 zum Gouverneur des Staates New York. Zwei Jahre später wurde er Vizepräsident der USA. Nach der Ermordung McKinleys wurde Theodor Roosevelt zum 26. Präsidenten der USA vereidigt. Er verstand sich vor allem als Wahrer von Allgemeininteressen sowie auch als Vermittler zwischen einflußreichen wirtschaftlichen Interessengruppen.
    Als die USA 1903 die kolumbianische Provinz Panama besetzten, um dort ihren Einfluß geltend zu machen, setzte sich Roosevelt nachdrücklich für den Bau des Panama- Kanals ein. Bei den Präsidentschaftswahlen von 1904 wurde er mit klarer Mehrheit im Amt bestätigt. Während seiner zweiten Amtszeit setzte er sich insbesondere für den Naturschutz ein, indem er 51 Naturreservate gründen ließ und die Anzahl der Nationalparks in den USA verdoppelte.
    Im Jahre 1905 vermittelte er während des Russisch- Japanischen Krieges den Friedensabschluß und wurde dafür im Dezember 1906 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Weitere Anerkennung erhielt er mit der Unterzeichnung von weiterführenden Antitrustgesetzen, die die Monopolstellung einiger Konzerne deutlich einschränkte. Ebenfalls im Jahre 1906 nahmen die USA Einfluß auf die Marokko- Krise, und zwei Jahre später bemühte sich der Präsident um einen weitgehenden Ausgleich mit dem aufstrebenden japanischen Kaiserreich, das er als stabilisierenden Faktor in Ostasien betrachtete. Dazu gehörte auch, daß die Einwanderungsbestimmungen für Japaner in die USA deutlich erleichtert wurden. Die Kandidatur für eine weitere Amtszeit lehnte Roosevelt trotz seiner Popularität im Jahre 1908 ab, sein Nachfolger im Amt wurde 1909 William Taft. Ein Jahr später wurde Roosevelt´s Neffe Franklin D. Roosevelt in den Senat des Staates New York gewählt. 1912 stellte sich "Teddy" Roosevelt erneut für die Republikanische Partei als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin wagte er eine eigene Parteigründung mit seiner "Progressiven Partei", auch dies jedoch weitgehend erfolglos.
    Theodore Roosevelt starb am 6. Januar 1919 in Sagamore Hill im Bundesstaat New York, im Alter von nur 60 Jahren. Bis zum heutigen Tag gehört er zu den beliebtesten amerikanischen Präsidenten.

    www.youtube.com/watch?v=pE4xNTwJnCo

    266

    Samstag, 24. September 2022, 00:50

    RE: The American Corner - Der Cowboy im Weißen Haus: Theodore Roosevelt

    Ich wusste ueber ihn lediglich, dass er viele Naturschutzparks gruendete.
    Wurde er nach dem Teddy benannt oder der Teddy nach ihm? :D
    In seiner zweiten Amtszeit setzte er sich insbesondere für den Naturschutz ein, indem er 51 Naturreservate gründen ließ und die Anzahl der Nationalparks in den USA verdoppelte.
    Im Jahre 1905 vermittelte er während des Russisch- Japanischen Krieges den Friedensabschluß und wurde dafür im Dezember 1906 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Weitere Anerkennung erhielt er mit der Unterzeichnung von weiterführenden Antitrustgesetzen, die die Monopolstellung einiger Konzerne deutlich einschränkte. Ebenfalls im Jahre 1906 nahmen die USA Einfluß auf die Marokko- Krise, und zwei Jahre später bemühte sich der Präsident um einen weitgehenden Ausgleich mit dem aufstrebenden japanischen Kaiserreich, das er als stabilisierenden Faktor in Ostasien betrachtete. Dazu gehörte auch, daß die Einwanderungsbestimmungen für Japaner in die USA deutlich erleichtert wurden. Die Kandidatur für eine weitere Amtszeit lehnte Roosevelt trotz seiner Popularität im Jahre 1908 ab, sein Nachfolger im Amt wurde 1909 William Taft. Ein Jahr später wurde Roosevelt´s Neffe Franklin D. Roosevelt in den Senat des Staates New York gewählt. 1912 stellte sich "Teddy" Roosevelt erneut für die Republikanische Partei als Präsidentschaftskandidat zur Verfügung, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin wagte er eine eigene Parteigründung mit seiner "Progressiven Partei", auch dies jedoch weitgehend erfolglos.
    Theodore Roosevelt starb am 6. Januar 1919 in Sagamore Hill im Bundesstaat New York, im Alter von nur 60 Jahren. Bis zum heutigen Tag gehört er zu den beliebtesten amerikanischen Präsidenten.

    www.youtube.com/watch?v=pE4xNTwJnCo

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    Samstag, 24. September 2022, 13:09

    Theodor Roosevelt und der Teddybär

    Über diese Geschichte kursieren verschiedene Versionen. Am plausibelsten ist diese:
    Theodor Roosevelt war anläßlich eines Grenzstreits zwischen den Staaten Louisiana und Mississippi in diesem Gebiet unterwegs und begab sich dort auch auf eine Bärenjagd. Bis auf ein mutterloses Jungtier war ihm jedoch kein Jagdglück vergönnt, und das Jungtier wurde selbstredend verschont. Diese Begebenheiten wurden auch von einem Zeichner festgehalten und später in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht. Anläßlich der Hochzeit von Roosevelt´s Tocher soll dann vor jedem Gedeck ein Plüschteddy gesessen haben, angeblich bereits von Margarethe Steiff produziert. Auf diese Art sollen sowohl die Bären als auch der Präsident selbst zu seinem Spitznamen gekommen sein. Nette Geschichte !

    268

    Samstag, 24. September 2022, 14:43

    The American Corner - Der ermordete Präsident: William McKinley

    Auf Briefmarken und weiteren Memorabilien der USA des frühen 20. Jahrhunderts wurde der 25. Präsident der Vereinigten Staaten quasi in einer Art Märtyrerverehrung vielfach verewigt. Trotz seiner relativ kurzen Amtszeit zwischen 1897 und 1901 ereignete sich in diesem Zeitrahmen für die weitere Entwicklung der USA bedeutendes . So begab sich mit dem Krieg gegen Spanien im Jahre 1898 auch Amerika auf den Pfad der imperialistischen Annektionen. Auch wurde der Goldstandard gegen den ausdrücklichen Widerstand der amerikanischen Silberlobby rechtlich zur Norm erklärt. Amerikanische Unternehmer und auch Arbeiter standen der Politik McKinley´s durchaus wohlwollend gegenüber, da in seiner Amtszeit die große Depression von 1896 in einen neuen Wirtschaftsaufschwung mündete. Kurz nach dem Beginn seiner zweiten Amtszeit wurde der Präsident von einem anarchistischen Attentäter angeschossen, der das amerikanische Präsidialsystem rundweg ablehnte. McKinley war bereits auf dem Weg der Genesung, als er schließlich doch noch einem einsetzenden Wundbrand erlag. Sein Nachfolger wurde Vizepräsident Theodore "Teddy" Roosevelt.
    Geboren wurde William McKinley im Jahre 1843 in Niles, Ohio. Beide Elternteile stammten aus Unternehmerfamilien, die in der Metallverarbeitung und im Eisenhandel tätig waren. Nach seiner Schulzeit wechselte der junge McKinley 1859 auf das Allegheny College in Meadville, Pennsylvania, das er bereits nach einem Jahr wegen anhaltender Depressionen wieder verließ. Schließlich entschied er sich, Lehrer zu werden.
    Seine Ehefrau Ida Paxton lernte William McKinley im Jahre 1867 während eines Picknicks in Canton, Ohio, kennen. Beide heiraten vier Jahre später. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, die bereits früh wieder starben. Ida McKinley entwickelte daraus eine schwere Depression, mußte ständig betreut werden und litt zeitlebens unter epileptischen Anfällen.
    Bei Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahre 1861 meldete sich William McKinley freiwillig zur Armee der Nordstaaten und entwickelte zu dieser Zeit eine starke Freundschaft zu seinem Vorgesetzten Rutherford B. Hayes, dem späteren 19. Präsidenten der USA. Am Ende des Bürgerkriegs schied McKinley im Rang eines Majors aus dem aktiven Dienst aus. Zwei Jahre später erhielt er nach einem kurzen Jurastudium seine Zulassung als Anwalt und eröffnete seine eigene Kanzlei in Canton, Ohio. 1869 bewarb er sich schließlich erfolgreich um den Posten eines County- Staatsanwaltes. Sein anhaltendes politisches Engagement verschaffte ihm letztendlich 1877 einen Sitz im Kongreß unter der Präsidentschaft seine Freundes aus Kriegstagen, Rutherford B. Hayes.
    Mitglied des Repräsentantenhauses bleib William McKinley bis 1891, als ihn Parteifreunde dazu drängten, sich zur Wahl des Gouverneurs von Ohio aufstellen zu lassen, die er auch gewann. Fünf Jahre später stellte er sich zur Präsidentschaftswahl von 1896 auf und konnte sich erfolgreich gegen den Kandidaten der Demokratischen Partei durchsetzen. Am 4. März 1897 wurde er vereidigt und löste damit den Demokraten Grover Cleveland ab, der sich nicht mehr zur Wahl hatte aufstellen lassen. McKinleys Amtsantrittsrede trug schon beinahe pazifistische Züge, so wollte er auf außenpolitische Einmischungen der USA und kriegerische Auseinandersetzungen weitgehend verzichten. Doch schon bald scheiterten seine Friedensambitionen an der Realpolitik, da sich das von Spanien abspaltende Kuba in einem Krieg mit der europäischen Kolonialmacht befand. Die amerikanische Öffentlichkeit stand eindeutig auf der Seite Kubas, und die Explosion eines amerikanischen Kriegsschiffs im Hafen von Manila führte zum Krieg zwischen den USA und Spanien. 1899 erfolgte der Friedensschluß, welcher die Unabhängigkeit Kubas zur Folge hatte und durch den die ehemals spanischen Philippinen sowie Puerto Rico zu Territorien der Vereinigten Staaten wurden.
    Im Jahre 1900 gelang es dem Präsidenten, den "Gold Standard Act" durch den Senat zu bekommen, der Gold als alleinige Währungsgrundlage der USA festlegte und der erst 1933 wieder außer Kraft gesetzt wurde. Im gleichen Jahr erfolgte die Wiederwahl William McKinleys mit Theodore Roosevelt als Vizepräsident. Im Zuge der Masseneinwanderung insbesondere aus Süd- und Osteuropa verbreitete sich in den USA die nicht unberechtigte Sorge um die verstärkte Zuwanderung von Anarchisten, zumal sich in einzelnen Städten bereits anarchistische Zellen entwickelt hatten. Ein gewisser Leon Czolgosz gehörte zu ihren Anhängern und fanatischen Unterstützern. Während eines öffentlichen Auftritts anläßlich der Panamerikanischen Ausstellung von 1901 schoß er McKinley zweimal in den Bauch, der eine Woche später seinen Verletzungen erlag. Frau Ida verkraftete den Tod ihres Mannes nicht, wurde dadurch zu einem noch schwereren Pflegefall und überlebte ihren Mann dennoch um sechs Jahre, die sie bei ihrer Schwester verbrachte.
    Interessant ist, daß es über die öffentlichen Auftritte von William McKinley bereits einige Filmaufnahmen gibt, die bei Bedarf z.B. über youtube abgerufen werden können. Der 25. US- Präsident gehört im Bewußtsein der heutigen amerikanischen Bevölkerung eher zu den weitgehend vergessenen Führungspersönlichkeiten, obwohl in seiner Amtszeit einige wichtige Weichenstellungen der amerikanischen Innen- und Außenpolitik stattfanden.

    www.youtube.com/watch?v=iFaH7y7H_hA

    269

    Sonntag, 25. September 2022, 00:11

    RE: Theodor Roosevelt und der Teddybär

    Eine wirklich niedliche Geschichte. Ich kannte sie noch nicht.
    Über diese Geschichte kursieren verschiedene Versionen. Am plausibelsten ist diese:
    Theodor Roosevelt war anläßlich eines Grenzstreits zwischen den Staaten Louisiana und Mississippi in diesem Gebiet unterwegs und begab sich dort auch auf eine Bärenjagd. Bis auf ein mutterloses Jungtier war ihm jedoch kein Jagdglück vergönnt, und das Jungtier wurde selbstredend verschont. Diese Begebenheiten wurden auch von einem Zeichner festgehalten und später in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht. Anläßlich der Hochzeit von Roosevelt´s Tocher soll dann vor jedem Gedeck ein Plüschteddy gesessen haben, angeblich bereits von Margarethe Steiff produziert. Auf diese Art sollen sowohl die Bären als auch der Präsident selbst zu seinem Spitznamen gekommen sein. Nette Geschichte !

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    Montag, 26. September 2022, 13:56

    The American Corner - Der doppelte Präsident - Grover Cleveland

    "Die Regierung ist keine Almosenverteilerin für das Volk, sondern ein Mittel, die Sache des Volkes nach Geschäftsgrundsätzen zu führen" (Grover Cleveland, 1884).
    Der 1837 in New Jersey geborene Grover Cleveland wuchs als fünftes von neun Kindern in einer, wie damals noch üblich, patriarchalisch autoritär geführten Familie auf. Wie bereits andere Präsidenten, die aus eher kleinen Verhältnissen stammten, begann er eine Lehre in einer Anwaltskanzlei und erarbeitete sich in den Folgejahren seine anwaltliche Zulassung. Während des Bürgerkrieges war er stellvertretender Staatsanwalt und kaufte sich (das war zu dieser Zeit durchaus möglich und legal) durch die Zahlung von dreihundert Dollar vom Militärdienst frei. Aus diesem Grund bezeichneten ihn seine politischen Gegner in den Folgejahren oft als "Slacker", was in etwa soviel wie "Drückeberger" bedeutet.
    Beruflich war Grover Cleveland jedoch durchaus nicht untätig, machte sich als kenntnisreicher Jurist einen Namen und wurde im Jahre 1870 zum Sheriff von Erie County ernannt. In dieser Position erlangte er einen gewissen Wohlstand und legte in diesen Jahren auch um einiges an Gewicht zu. Bezeichnet als "Big Steve" oder auch als "Uncle Jumbo", führte er in diesem Zeitrahmen ein recht beschauliches Leben in der Provinz. In seiner Freizeit ging er gern fischen, auf die Jagd oder verbrachte mit seinen Freunden seine Zeit beim Pokern in diversen Saloons.
    Lange hatte sich Grover Cleveland aus der Parteipolitik ferngehalten, umso überraschender erschien im Jahre 1881 seine Nominierung zur Kandidatur der Demokraten für die Bürgermeisterwahl von Buffalo. Als politischer Newcomer errang er einen Überraschungssieg, der nicht zuletzt auch der Frustration vieler Wahlberechtigter über die damals verbreitete Korruption und Vetternwirtschaft im öffentlichen Dienst geschuldet war. Cleveland erkannte diese Probleme und ging bereits in seinem ersten Amtsjahr erfolgreich gegen Mißwirtschaft und Korruption vor, bekämpfte das Klientelsystem und erhielt dafür großen Zuspruch aus der Bevölkerung. Darüber hinaus galt er als "Mr. Veto", da er häufig Beschlüssen der Kommune widersprach und damit unnötige und überteuerte Projekte verhinderte.
    Aufgrund seiner Erfolge als Bürgermeister von Buffalo stellte die Demokratische Partei bereits 1882 Grover Cleveland erfolgreich als Kandidaten für den Posten des Gouverneurs von New York auf, wo er ebenfalls Korruption und Schlendrian erfolgreich bekämpfte und mit der "Tammany Society" sogar eine alte Seilschaft der Demokraten zerschlug. Statt Parteigänger zu begünstigen, besetzte er Verwaltungsposten zunehmend nach Qualifikationskriterien. Auch als Gouverneur von New York nutzte Cleveland das Vetorecht, was seinen Ruf als pragmatischen Reformer stärkte, der Konflikten nicht aus dem Wege ging.
    Bereits im Jahre 1884 wurde Cleveland deshalb mit aufsehenerregenden 683 von 820 Stimmen von der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftswahl aufgestellt. Die Wahl zum 22. Präsidenten der USA gegen den Republikaner James G. Blaine gewann er trotz seines Rufs nur mit einer denkbar knappen Mehrheit. Bemerkenswert bleibt, daß Grover Cleveland innerhalb von nur vier Jahren der Aufstieg vom Provinzbürgermeister bis in das höchste politische Amt der Vereinigten Staaten gelang.
    Unter seinem Vorgänger, Chester A. Arthur, hatte sich die wirtschaftliche Landschaft der USA insofern sukzessive Verändert, als sich im Zuge der Industrialisierung zunehmend Kartelle bildeten, die sich in den Folgejahren teilweise zu den sogenannten "Trusts" zusammenschlossen. Auch galt die öffentliche Verwaltung als nicht besonders effizient, und wichtige Posten wurde durch das seit längerem etablierte "Spoils System" an loyale Parteimitglieder vergeben. Grover Cleveland galt deshalb vor allem in den Augen der amerikanischen Mittelschicht als verheißungsvolle Neubesetzung an der Spitze der Vereinigten Staaten. Bei der Ernennung der Minister für die einzelnen Fachressorts blieb er daher auch seiner Linie treu, wählte die Kandidaten nach fachlicher Qualifikation aus und gestand seinen Ministern viel Eigenverantwortung zu. Cleveland pflegte dabei einen sehr "präsidialen" Führungsstil, mischte sich wenig in Detailfragen ein und ließ sich eingehend beraten.
    Das "Spoils System" hatte sich zu einer politischen Einrichtung entwickelt, die bereits in den 1830er Jahren unter der Ägide von Andrew Jackson entstanden war. Im wesentlichen bedeutete das ein "Verteilen der Beute" nach der Wahl in Form der Vergabe von Posten an loyale Parteigänger. 1883 stellte sich Grover Cleveland mit dem "Pendleton Act" diesem Klientelsystem entgegen. Das Gesetz zielte auf die Ausbildung eines professionellen föderalen Berufsbeamtentums zur Besetzung der Posten im öffentlichen Dienst. Den parteipolitischen Einfluss auf die Personalpolitik reduzierte der Präsident verstärkt auf "Policy- Maker", das waren Positionen in der Administration, die über Richtlinien entschieden, während die operative Ausgestaltung zunehmend Fachleuten überlassen wurde.
    Grover Cleveland war als Junggeselle ins Weiße Haus eingezogen, so daß die Aufgaben der First Lady zunächst seine Schwester Rose übernommen hatte. Der Präsident hatte jedoch ein uneheliches Kind mit seiner Geliebten Frances Folsom, so daß zur Wahrung der Würde des Amtes am 2. Juni 1886 die beiden als erstes Paar überhaupt im Weißen Haus die Eheschließung vollzogen.
    Mit dem "Daws Allotment Act" von 1887 wurde erstmals in der amerikanischen Geschichte zum Schutz der Lebensräume der "Native Americans" ein umfassendes Gesetz erlassen. Jedes indianische Familienoberhaupt erhielt 64 Hektar zur Nutzung, jeder alleinstehende Mann über 18 Jahren erhielt 32 Hektar. Das im Prinzip gut gemeinte Gesetz führte jedoch auch zu neuen Problemen, da die Indianer das ihnen zugewiesene Land oft nicht selbst nutzten, sondern dieses an weiße Siedler oder Bodenspekulanten weiterveräußerten und sich stattdessen der Trunksucht ergaben.
    Zum Ende seiner ersten Amtzeit als 22. Präsident der Vereinigten Staaten stellte sich Cleveland erneut zur Wahl, die er jedoch verlor, sodaß der Republikaner Benjamin Harrison als 23. Präsident in sein Amt gelangte. Die Demokratische Partei verlor ihr Zugpferd jedoch nicht aus den Augen und stellte Grover Cleveland im Jahre 1892 erneut zur Kandidatur auf. Die Präsidentschaftswahl dieses Jahres gewann dieser dann mit deutlicher Mehrheit. Ein Pyrrhussieg, wie sich in den folgenden Jahren herausstellen sollte, da im Jahre 1893 eine schwere Wirtschaftskrise die Vereinigten Staaten erfaßte, der eine vierjährige Depression mit hohen Arbeitslosenzahlen folgte. Als Auslöser dieser Krise galt die Politik der "Bourbon- Demokraten". Darunter verstand man scheinbar widersprüchliche politische Netzwerke von reaktionären Südstaatlern und wirtschaftsfreundlichen Nordstaatlern, die für eine Politik standen, die vor allem den wohlhabenden Amerikanern zugute kam und gleichzeitig den Rückbau des in ersten Ansätzen vorhandenen Sozialstaats betrieb. Der konkrete Auslöser der Depression von 1893 war dann eine handfeste Liquiditätskrise , aufgrund derer Cleveland dazu überging, die Grundlage der Währung auch auf Silbermünzen zu erweitern. Verursacht wurde dadurch jedoch zunächst einmal eine allgemeinik Börsenpanik, durch die die Bundesregierung nahe an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geriet.
    Im Zuge der wirtschaftlichen Depression kam es zu zahlreichen sozialen Unruhen in den Vereinigten Staaten. Besonders bekannt wurde der "Pullman- Streik" von 1894 als der bis dahin größte Arbeiterprotest in der Geschichte der USA, bei dem tausende von Polizisten und Nationalgardisten eingesetzt wurden und bei dem dreizehn Menschen ums Leben kamen.
    Die schwere wirtschaftliche Krise führte zu einer dramatischen Verschiebung der politischen Konstellation, da mit der nächsten Präsidentschaftswahl von 1896 der Republikaner William McKinley deutlich die Wahl für sich entscheiden konnte.
    Grover Cleveland erlitt im Jahre 1908 einen Herzanfall, an dem er verstarb. Begraben wurde er in Princeton Cemetery, New Jersey.

    www.youtube.com/watch?v=AB1Xr4178NE

    271

    Montag, 26. September 2022, 16:56

    RE: The American Corner - Der doppelte Präsident - Grover Cleveland

    Bourbon wie der Whiskey oder Bourbon wie die franzoesischen Koenige?
    Als Auslöser dieser Krise galt die Politik der "Bourbon- Demokraten". Darunter verstand man scheinbar widersprüchliche politische Netzwerke von reaktionären Südstaatlern und wirtschaftsfreundlichen Nordstaatlern, die für eine Politik standen, die vor allem den wohlhabenden Amerikanern zugute kam und gleichzeitig den Rückbau des in ersten Ansätzen vorhandenen Sozialstaats betrieb.

    272

    Montag, 26. September 2022, 17:55

    Vive le Roi !

    Yankees und Confederates werden während des Austüftelns ihrer Strategien tüchtig einen gehoben haben. Gemeint war natürlich der Whiskey, denn zur Monarchie wollten die Jungs mit Sicherheit nicht zurück. ;)

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    Dienstag, 27. September 2022, 14:23

    The American Corner - Obskure oder unterschätzte Persönlichkeit - Präsident Chester A. Arthur

    Bei den Durchschnittsamerikanern ist der 21. Präsident der Vereinigten Staaten weitgehend in Vergessenheit geraten, während er in interessierteren Kreisen als einer der typischen Präsidenten des "Gilded Age" mit all seinen Schwächen gilt. Wer war Chester Alan Arthur nun aber wirklich ?
    Der 1829 geborene, irischstämmige Arthur war zwischen 1881 und 1885 Präsident der Vereinigten Staaten. Zunächst war er als Vizepräsident für seinen Vorgänger James A. Garfield im Amt, der aufgrund eines Attentats ums Leben kam. Arthur übernahm im Anschluß als Präsident die Geschäfte Garfields und zeigte sich verantwortlich für eine Vielzahl von Reformen im öffentlichen Sektor und im Militärbereich. Als ursprünglicher Profiteur der Korruption auf lokaler Ebene befürwortete er während seiner Amtszeit als Präsident überraschenderweise dringend benötigte Reformen, um den amerikanischen Staatsapparat effizienter zu gestalten.
    In seiner Kindheit wechselte der in Vermont geborene Sohn irisch- britischer Einwanderer häufig den Wohnort. Sein Vater war Prediger der Presbyterianer und zog mit seiner Familie durch die USA. Nicht überall trafen seine Predigten auf Gegenliebe , da sich der Vater als bekennender Abolitionist entschlossen gegen die Sklavenhaltung einsetzte. Im Jahre 1844 zog die Familie in den Staat New York, und Chester A. Arthur kam mit 15 Jahren schnell in Kontakt mit politisch aktiven Gleichgesinnten, in dessen Folge er sich der Jugendorganisation der Whig- Party anschloß. Nach seiner Schulzeit schrieb er sich auf das Union College in Schenectady ein und studierte dort Grammatik, Logik und Rhetorik sowie Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Während seiner Collegejahre stieg er zum Vorsitzenden des dortigen Debattierclubs auf.
    Im Jahre 1856 lernte er Ellen Herndon kennen, die Tochter eines Militärs, mit der er sich noch im gleichen Jahr verlobte. Drei Jahre später heiraten die beiden in Manhattan, und aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Es entbehrt nicht der Tragik, daß Ehefrau Ellen bereits 1880 starb und Chester A. Arthur in eine schwere persönliche Krise stürzte, aufgrund derer er nicht erneut heiratete.
    Nach seinem Studium arbeitete Arthur jedoch zunächst als Lehrer und vertiefte sich zusätzlich autodidaktisch in das Studium der Rechtswissenschaften. Schließlich wurde er im Jahre 1852 Rektor an einer Schule im Bundesstaat New York, an der auch seine Schwester arbeitete. Im darauffolgenden Jahr beendete er sein Jurastudium und zog nach New York City, um dort als Anwalt zu arbeiten. Hier beschäftigte er sich insbesondere mit Fragen der Sklavenhaltung und vertrat mehrfach Sklavenfamilien vor Gericht. Nach seiner Heirat forcierte Arthur seine Anwaltskarriere und trat der Armee als Militärstaatsanwalt bei. Parallel dazu versuchte er sich verstärkt an einer politischen Karriere innerhalb der Republikanischen Partei.
    Während des Amerikanischen Bürgerkriegs füllte Arthur meist nur administrative Rollen aus, dies jedoch so hervorragend, daß man ihn zum Generalinspektor beförderte. Den Kriegseinsatz an der Front vermied er allerdings, und bereits 1864 wurde er, bedingt durch parteipolitische Ränke, wieder aus dem Militärdienst entlassen.
    Innerhalb der New Yorker Republikanischen Partei schaffte Arthur es, sich ein Netzwerk guter Kontakte aufzubauen. 1868 stieg er dort zum Vorsitzenden des Ausführungskomitees auf und erlangte im Jahre 1871 die Position des obersten Zolleinnehmers, die ihm ein Jahreseinkommen von rund 50.000 Dollar sicherte, wobei ein Großteil der Einnahmen jedoch durch massive Korruption in Arthurs Taschen flossen.
    Im Jahre 1876 gewann Chester A. Arthur´s parteiinterner Widersacher Rutherford B. Hayes die Präsidentschaftsnominierung und schließlich auch die Präsidentenwahl. Hayes feuerte daraufhin Arthur recht bald anläßlich des Reformprogramms von 1878, dem sich dieser nicht anschließen wollte. Im Jahre 1880 gewann James A. Garfield die Präsidentschaftswahl und machte Chester A. Arthur zu seinem Vizepräsidenten.
    Ein halbes Jahr später wurde Garfield jedoch überraschend bei einem Anschlag getötet, sodaß sein Vize Arthur am 22. Juli 1881 das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten übernahm. Der Witwer und seine Familie rückten schnell ins Rampenlicht der Presse, und zahlreiche Gerüchte über sein Privatleben machten die Runde.
    In Arthur´s Amtszeit fielen mehrere Reformen, darunter vor allem die aktive Korruptionsbekämpfung in der öffentlichen Verwaltung, die dadurch deutlich effizienter wurde. Der Präsident ließ auch die Investitionen in die amerikanische Marine verstärken und befürwortete ihre Modernisierung. Neue Kriegsschiffe aus Stahl sollten die amerikanische Marine deutlich verstärken; diese waren später maßgeblich für den schnellen Sieg im Spanisch- Amerikanischen Krieg von 1898 mitverantwortlich.
    Im Laufe seiner Präsidentschaft diagnostizierten Chester A. Arthur´s Ärzte eine ausgeprägte Nierenschwäche, die dieser bis 1883 noch weitgehend geheim halten konnte. Im Jahre 1884 stellte er sich noch einmal zur Wahl für die Präsidentschaft auf, unterlag jedoch seinem Kontrahenten Grover Cleveland, nicht zuletzt auch aufgrund seines angeschlagenen Gesundheitszustands. Trotz Bitten seiner Weggefährten, weiterhin in der Politik aktiv zu bleiben, zog sich der erkrankte Chester A. Arthur in sein Privatleben zurück. Bereits ein Jahr später starb er auf seinem Anwesen im Alter von nur 57 Jahren.
    Die Nachwelt behielt Chester A. Arthur als eher schwachen und zögerlichen Präsidenten in Erinnerung, der sich zu stark in parteiinterne Konflikte verwickeln ließ. Unterstützt wurde diese Ansicht durch das recht schnelle Verschwinden Arthurs von der politischen Bühne nach seiner Wahlniederlage. Positiv zu werten sind dagegen seine Ansätze zur Korruptionsbekämpfung sowie die in die Wege geleitete Modernisierung der amerikanischen Marine.

    www.youtube.com/watch?v=gbu2OV1YNwE

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    Mittwoch, 28. September 2022, 14:00

    The American Corner - Der zweite Präsidentenmord - James A. Garfield

    James A. Garfield wurde im Jahre 1881 zum 20. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Nach dem 1865 erschossenen Abraham Lincoln war er bereits der zweite amerikanische Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel.
    Der 1831 in ärmlichen Verhältnissen geborene James A. Garfield gilt als der letzte Präsident , der noch in einem traditionellen Blockhaus auf die Welt kam, wie sie sowohl für Neusiedler als auch für die ärmeren ländlichen Bevölkerungsschichten noch bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts üblich waren. Garfield selbst wurde zum Vater von sieben Kindern, und seine Karriere verlief über die Stationen eines Mathematiklehrers und eines Predigers über die Einberufung in das Repräsentantenhaus bis zur Präsidentschaft der Vereinigten Staaten. Die Ermordung des nur kurz im Amt befindlichen Präsidenten war damals ein Schock für die ganze Nation.
    Aber fangen wir von vorne an. James A. Garfield wurde 1831 in Orange/ Ohio geboren. Sein Vater starb bereits, als er 18 Monate alt war. Sohn James besuchte das Western Reserve Electic Institute und machte im Jahre 1856 seinen Abschluß am Williams College, in dem noch heute ein Verbindungshaus seinen Namen trägt.
    Im Anschluß wurde er Mathematiklehrer , wobei er diesem Zeitrahmen ebenfalls sein rhetorisches Talent entdeckte, das ihm auch in der Politik viele Türen öffnen sollte. Parallel zu einem Jurastudium ging Garfield in die Politik und wurde bereits im Jahre 1859 in den Senat von Ohio gewählt. Am zwei Jahre später ausbrechenden Amerikanischen Bürgerkrieg nahm er aktiv teil, so in den Schlachten von Shiloh, Corinth und Chickamauga.
    Erst im Jahre 1863 ging er dann erneut in die Politik. Sein Privatleben teilte James A. Garfield mit seiner Frau Lucretia Rudolph, die ihm sieben Kinder schenkte und die erst im Jahre 1918 starb.
    Gegen Ende des Jahres 1863 wurde James A. Garfield in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt, eine Position, die er bis 1878 innehatte. Als Mathematiker und Fachmann für Finanzen setzte er sich vor allem für hohe Schutzzölle und die sog. "Radical Reconstruction" in den Südstaaten ein. Seine politischen Erfolge verdankte er neben seinen Fachkenntnissen vor allem auch seinen überragenden rhetorischen Fähigkeiten. Im Jahre 1876 wurde Garfield zum Fraktionsführer der Republikaner in Washington/D.C. ernannt. Vier Jahre später wurde er vom Parlament von Ohio als Nachfolger von Allen G.Thurman in den US- Senat gewählt. Seine Amtsperiode hätte im März 1881 beginnen sollen, da er aber zwischenzeitlich in das Präsidentenamt gewählt worden war, trat er dieses Amt nie an. James A. Garfield blieb bis heute der einzige Präsident der Vereinigten Staaten, der direkt vom Repräsentantenhaus in das Amt des Präsidenten wechselte. Dem ging voraus, daß er ein Jahr zuvor während der Republican National Convention zum Präsidentschaftskandidaten gekürt worden war. Bei der Wahl setzte er sich gegen den Kandidaten der Demokraten, Winfield Scott Hancock, durch und wurde so zum 20. Präsidenten der Vereinigten Staaten.
    Während seiner kurzen Amtszeit setzte er sich insbesondere für eine Reform des öffentlichen Dienstes und für eine versöhnliche Behandlung der im Bürgerkrieg unterlegenen Konföderierten Staaten ein. Außerdem galt er als Vorreiter bei der Bekämpfung der damals weit verbreiteten Korruption innerhalb der Republikanischen Partei und setzte sich für eine Erneuerung dieser Partei ein, ein Engagement, daß ihm in der amerikanischen Bevölkerung viel Respekt einbrachte. Als sein politisches Vermächtnis gilt, daß er es geschafft hatte, die Stellung des Präsidenten im Regierungssystem der Vereinigten Staaten dauerhaft zu stärken.
    James A. Garfield wurde am 2.Juli 1881 von Charles Julius Guiteau angeschossen. Dem Attentat lag nur bedingt ein politisches Motiv zugrunde, denn Guiteau hatte sich während des Wahlkampfs sehr für Garfield engagiert und erhoffte sich nach dessen Sieg nun eine entsprechende Förderung. Guiteau liebäugelte insbesondere mit dem Amt des amerikanischen Generalkonuls in Paris und träumte von einer steilen diplomatischen Karriere in Europa. Seine dementsprechenden Briefe an Garfield blieben aber unbeantwortet, so daß Guiteau äußerst gekränkt und verbittert reagierte und den Präsidenten bei passender Gelegenheit auf offener Straße erschoß. Garfield überlebte das Attentat zunächst schwer verletzt, erlag aber elf Wochen darauf einer Blutvergiftung, da die behandelnden Ärzte die in den Rücken des Präsidenten eingedrungene Kugel nicht lokalisieren und entfernen konnten. Am 19. September 1881 erlag James A. Garfield schließlich den Folgen seiner Verletzung. Guiteau dagegen wurde im Gerichtsverfahren für schuldig befunden und 1882 gehenkt, auch wenn mehrere Gutachter die Meinung vertraten, daß dieser unzurechnungsfähig war.
    Zum Andenken an James A. Garfield wurden im Jahre 1890 mehrere Denkmäler errichtet, die ihm aufgrund seiner Verdienste gewidmet wurden und die heute noch immer gern von Touristen und Geschichtsinteressierten aufgesucht werden.

    www.youtube.com/watch?v=bsPohrPE2So

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    Donnerstag, 29. September 2022, 13:01

    The American Corner - Das Ende der Reconstruction - Rutherford B. Hayes

    Im Gedächtnis verblieben ist der 19. Präsident der USA insbesondere den Amerikanern der Südstaaten dadurch, daß er die Phase der "Reconstruction", also der faktischen Besetzung der besiegten Konföderierten Staaten durch Unionsverbände, beenden ließ und damit eine Phase der allmählichen Versöhnung zwischen Nord und Süd einleitete, die bis heute nicht beendet ist.
    Rutherford Birchard Hayes erblickte im Jahre 1822 in Delaware/ Ohio das Licht der Welt. Nur wenige Monate vor seiner Geburt starb sein Vater an einem Fieber. Daher blickte der spätere US- Präsident zeitlebens zu seinem Onkel auf, der für ihn eine Art Ersatzvater darstellte. Die presbyterianische Familie von Hayes stammte ursprünglich aus Vermont und lebte von den Pachteinnahmen ihres bewirtschafteten Landes.
    In seiner Jugend besuchte Hayes verschiedene Schulen, so auch mit 16 Jahren das Kenyon College, wo er erste politische Kontakte knüpfen konnte. Als Abschiedsredner in seinem Abschlußjahrgang war bereits feststellbar, daß Hayes besonders den Auftritt im Rampenlicht liebte. Im Jahre 1852 heiratete er seine Jugendliebe Lucy Ware Webb, die Hochzeit fand im Elternhaus der Braut in Cincinatti statt.
    Nach seiner Zeit auf dem College entschied sich Hayes für eine Ausbildung zum Anwalt. Sein Onkel erkannte sein Talent und schickte ihn nach Harvard, wo er neben Jura auch Deutsch studierte. Nach seinem juristischen Examen folgte alsbald seine anwaltliche Zulassung. Er machte sich in diesem Beruf schnell einen Namen und ging später nach Cincinatti, wo er in einem Literaturzirkel seine rhetorischen Fähigkeiten verfeinerte.
    Bereits in jungen Jahren war Rutherford B. Hayes auch politisch interessiert. Während seiner Zeit auf dem College war er ein bekennender Anhänger der Whig Party. In seiner Funktion als Anwalt war er durch die wiederholte Verteidigung entflohener Sklaven auch in dieser Frage erheblich involviert. In den 50er Jahren verlor die Whig Party zunehmend an Bedeutung, und ehemalige Anhänger dieser Partei entschlossen sich, die Republikanische Partei zu gründen. Rutherford B. Hayes war an dieser Neugründung beteiligt und engagierte sich insbesondere im Raum Cincinnati politisch. Politische Ämter lehnte er zunächst jedoch ab und betätigte sich vorwiegend als juristischer Berater der Stadt, wodurch er zu einem ansehnlichen Einkommen gelangte.
    Im Jahre 1861 meldete sich Hayes als Freiwilliger zur Unionsarmee, um die Einheit der Vereinigten Staaten im Sezessionskrieg zu wahren. Zu Beginn wurde er mit der Ausbildung von Soldaten betraut und bereits im Juni 1861 zum Major ernannt. Einige Monate später berief ihn ein Brigadegeneral ins Hauptquartier, da er dort als Rechtsberater dienen sollte. Hayes wurde gleichzeitig Augenzeuge folgender Schlachten: Carnifex Ferry (1861), Shiloh (1862), South Mountain (1862), Cedar Creek (1863) und Fishers Hill (1864). Während der Schlacht bei Cedar Creek wurde er verletzt und kam danach im Unionshauptquartier zum Einsatz, wo er auch im November 1864 seine Beförderung zum Brigadegeneral erhielt. Während der Präsidentschaftswahl von 1864 unterstützte er Abraham Lincoln, den ersten republikanischen Präsidenten der Vereinigten Staaten.
    Nach seiner Beförderung zum Generalmajor entschied sich Hayes während eines Fronturlaubs für das Ende seiner militärischen Karriere. Nach einem Treffen mit Lincolns Nachfolger Andrew Johnson reichte er sein Entlassungsgesuch bei der Armee ein.
    Ab 1865 gehörte Hayes dem 39. Kongreß der Vereinigten Staaten an. Er zog mit seiner Familie zurück nach Cincinnati und konzentrierte sich fortan auf seine politische Laufbahn. Hayes unterstützte die gemäßigten Republikaner und trat im Jahre 1867 von seinem Kongreßmandat zurück, nachdem ihn die Republikaner zum Kandidaten für die Gouverneurswahlen in Ohio ernannt hatten. Ein Jahr später trat er nach seinem Wahlsieg sein Amt an. Auch in den darauffolgenden Jahren gelang ihm die Wiederwahl, sodaß er bis 1877 im Senat blieb. Wichtige politische Themen während seiner Amtszeit als Gouverneur von Ohio waren für Hayes insbesondere die Registrierung aller Wahlberechtigten, die staatliche Regulierung des Transportwesens, die Verbesserung der Sicherheit im Bergbau, die Verbesserung der Zustände in Haftanstalten und Krankenhäusern sowie die verstärkte Zirkulation von Hartgeld anstatt von Banknoten mit oft zweifelhaftem Charakter.
    Während der Präsidentenwahl von 1876 galt nach mehreren Anläufen Hayes als Spitzenkandidat der Republikaner. Zunächst sah es im Wahlkampf gegen seinen demokratischen Herausforderer Samuel J. Tilden allerdings eher nach einer Niederlage aus. Tatsächlich erhielt Tilden mehr Stimmen als Hayes, allerdings kam es zu Unstimmigkeiten in mehreren Bundesstaaten. Letztendlich sprach die von Republikanern beherrschte Wahlkommission Hayes den Sieg zu, nachdem Hayes Tilden versprochen hatte, die Besetzung der Südstaaten durch Unionstruppen zu beenden. Dennoch fand die Vereidigung des 19. Präsidenten der USA nahezu unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, um mögliche Proteste zu verhindern. In seinen ersten Wochen der Präsidentschaft bekämpfte Hayes vor allem die ausufernde Korruption in der Machtzentrale Wadschington, wobei er auch nicht vor republikanischen Parteifreunden haltmachte. Darüber hinaus hielt er sich an sein Versprechen und ordnete den Rückzug der Unionstruppen aus dem Süden an. Hayes war der erste Präsident der Vereinigten Staaten, der ein Telefon benutzte und auch die Westküste bereiste. Der Konsum von Alkohol und Tabak im Weißen Haus wurde während seiner Amtszeit strikt untersagt.
    Bereits während der Präsidentenwahl von 1876 gab Rutherford B. Hayes bekannt, daß er lediglich eine Amtszeit anstrebe. Im Jahre 1881 hielt er dieses Versprechen und begab sich nach dem Ende seiner Präsidentschaft in seine Residenz Spiegel Grove in Fremont, Ohio. Heute steht an dieser Stelle das Rutherford B. Hayes Presidential Center. Hierin enthalten ist die erste präsidiale Bibliothek der USA überhaupt.
    Rutherford B. Hayes starb im Januar 1893 auf seinem Anwesen in Fremont, Ohio.

    www.youtube.com/watch?v=G83coWG5ego
    www.youtube.com/watch?v=rWdqTR2YkAU

    276

    Gestern, 13:46

    The American Corner - Ein Kriegsheld als Präsident - Ulysses S. Grant

    Einer der bekanntesten amerikanischen Präsidenten war und ist Ulysses S. Grant (1822- 1885). Dies lag in erster Linie daran, daß Grant während der entscheidenden zweiten Phase des Amerikanischen Bürgerkriegs das Unionsheer befehligte und letztendlich zum Sieg führte. Grant stammte aus Ohio und absolvierte auf Wunsch seiner Eltern die US- Militärakademie West Point. Er kämpfte bereits zwischen 1846 und 1848 im Krieg der USA gegen Mexiko und erhielt im Verlauf des Sezessionkrieges das Kommando über sämtliche Streitkräfte der Union. Grant galt als agressiver und entschlossener Heerführer, der der Sache der Nordstaaten schließlich zum Erfolg verhalf und dadurch zum Nationalheld wurde. Die Republikaner ernannten ihn daher im Jahre 1868 zu ihrem Präsidentschaftskandidaten. Seine Amtszeit wurde durch zahlreiche Korruptionsskandale überschattet, auch wirtschaftlich war ihm nach dem Ende seiner Präsidentschaft nur wenig Erfolg beschieden. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er damit, seine Memoiren zu verfassen, die in seinem Todesjahr erschienen und zu einem großen Verkaufserfolg wurden.
    Beginnen wir aber von vorn. Hiram Ulysses Grant wurde im Jahre 1822 in Point Pleasant, Ohio, geboren. Im darauffolgenden Jahr zog er mit seinen Eltern nach Georgetown, Ohio, wo sein Vater eine Gerberei betrieb.
    Im Jahre 1839 veranlaßte Jesse Grant die Aufnahme seines Sohnes in die Militärakademie West Point, wo er bis 1843 verblieb. Ernannt wurde er im Anschluß zum Second Lieutenant der 4. US- Infanterie, die in den Jefferson Barracks in der Nähe von St. Louis stationiert war. 1844 lernte er Julia Dent kennen, die Tochter eines Kaufmanns und Pflanzers. Nachdem Grant im Krieg gegen Mexiko erstmals Fronterfahrung sammeln konnte, kehrte er nach Missouri zurück und heiratete Julia Dent im Juli 1848; aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. In den ersten Ehejahren wurden Grant während seiner Offizierslaufbahn eine Reihe von meist abgelegenen Armeeposten zugewiesen, u.a. an der Westküste, wodurch er von seiner Familie getrennt blieb. Im Jahre 1854 verließ er daraufhin die Armee der Vereinigten Staaten und zog zu seiner Familie nach White Haven, Missouri, wo diese eine Plantage betrieb. Dort versuchte er sich recht erfolglos in der Landwirtschaft, auch scheiterte er mit einer angestrebten Karriere in der Immobilienbranche. Im Jahre 1860 zogen die Grants nach Galena, Illinois, wo Ulysses S. Grant im Lederwarengeschäft seines Vaters arbeitete.
    Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs wurde Grant zum Befehlshaber des 21. Illinois- Infanterieregiments ernannt, das ausschließlich aus Freiwilligen bestand. Im Sommer 1861 ernannte ihn Präsident Abraham Lincoln bereits zum Brigadegeneral. Seinen ersten größeren militärischen Erfolg errang Grant im Februar 1862, als seine Einheiten Fort Donelson in Tennessee eroberten. Im Juli 1863 eroberten Grants Einheiten Vicksburg/ Mississippi, das als Hochburg der Konföderierten galt. Grant, der zu dieser Zeit bereits den Ruf eines energisch- entschlossenen Befehlshabers besaß, wurde daraufhin am 10. März 1864 zum Generalleutnant ernannt und erhielt das Oberkommando über die gesamte Nordstaatenarmee. Er befehligte eine ganze Reihe von Kampfhandlungen, die letztendlich die Konföderierte Armee nicht zuletzt aufgrund der materiellen Überlegenheit des Nordens in die Niederlage trieben. Am 9. April 1865 kapitulierte General Robert E. Lee in Appomatox Court House vor Grant, und der Amerikanische Bürgerkrieg, der nahezu einer Dreiviertelmillion Amerikanern das Leben gekostet hatte, ging zuende.
    Fünf Tage später wurde Abraham Lincoln während einer Theatervorstellung von John Wilkes Booth erschossen. Grant und seine Gemahlin waren eingeladen worden, den Präsidenten an diesem Abend zu begleiten, lehnten dies jedoch ab.
    Nach dem Krieg wurde Grant zum Nationalhelden und 1866 auf Empfehlung von Präsident Andrew Johnson zum ersten 4- Sterne Offizier der USA ernannt. Anfang 1868 nominierten die Republikaner Grant als Präsidentschaftskandidaten und wählten Schuyler Colfax, einen Kongreßabgeordneten aus Indiana, zu seinem Mitstreiter. Die Wahlen gewann Grant klar mit 52 Prozent der Stimmen, wodurch er bei seinem Amtsantritt mit 46 Jahren zum bis dahin jüngsten Präsidenten der USA wurde. Eine seiner dringlichsten Aufgaben war der Prozeß der Wiedereingliederung der elf Konföderierten Teilstaaten in den Verbund der Union. Als Präsident bemühte sich Grant, die Versöhnung zwischen Nord- und Südstaaten nachhaltig zu fördern. So unterstützte er Begnadigungen für ehemalige hohe Offiziere der Könföderierten Staaten und versuchte gleichzeitig, die Bürgerrechte der befreiten Schwarzen durchzusetzen. Im Jahre 1870 wurde der 15. Änderungsantrag ratifiziert, der erwachsenen schwarzen Männern das Wahlrecht einräumte. Auch unterzeichnete der Präsident Gesetze zur Eindämmung der Aktivitäten von Südstaatengruppen wie denen des Ku-Klux-Klans. Um Recht und Ordnung im Süden aufrechtzuerhalten, blieben dort jedoch weiterhin Truppenverbände der Union stationiert.
    Präsident Grant unterzeichnete ebenfalls Gesetze zur Einrichtung des Justizministeriums, des Wetteramts sowie des Yellowstone- Nationalparks, Amerikas erstem Naturschutzgebiet. Mit sehr begrenztem Erfolg versuchte er auch, die Lebensbedingungen der Indianerstämme westlich des Mississippi zu verbessern.
    Außenpolitisch wurden mit dem Vertrag von Washington im Jahre 1871 amerikanische Ansprüche gegenüber England einvernehmlich geregelt. Von weniger Erfolg war Grants Versuch gekrönt, das damalige Santo Domingo, die heutige Dominikanische Republik, zu annektieren.
    Aufgrund zahlreicher Korruptionsskandale gründete 1872 eine Gruppe Republikaner die Liberale Republikanische Partei und ernannte den New Yorker Zeitungsmann Horace Greeley zu ihrem Präsidentschaftskandidaten. Auch die Demokraten nominierten Greeley, jedoch gewann Grant wiederum mit fast 56 Prozent der Stimmen die Wahlen und damit seine zweite Amtszeit. In diesen Jahren hatte seine Administration jedoch mit den Folgen der Großen Depression von 1873 zu kämpfen, hinzu kamen zahlreiche Korruptionsvorwürfe, die praktisch seine gesamte Amtszeit prägten, obwohl er persönlich nicht darin involviert war. So versuchte 1869 eine Gruppe von Spekulanten unter der Führung von James Fisk und Jay Gould, die Regierung zu manipulieren und dadurch den Goldmarkt zu beeinflussen. Die gescheiterte Verschwörung führte zu einer Panik am Finanzmarkt, die als erster "Black Friday" bekannt wurde. Obwohl Grant nicht direkt daran beteiligt war, litt sein Ruf unter dieser Affäre.
    Ein weiterer großer Skandal war der "Whiskey- Ring", der 1875 aufgedeckt wurde und an dem ein Netzwerk von Brennern, Händlern und Beamten beteiligt war, die sich verschworen hatten, die Bundesregierung um erhebliche Einnahmen aus der Alkoholsteuer zu betrügen.
    Grants Präsidentschaft fand zu einer Zeit statt, die von "maschineller Politik" und der Gönnerschaft politischer Ernennungen geprägt war. Um die Korruption und Ineffizienz zu bekämpfen, die sich aus diesem System ergaben, richtete Grant eine Kommission ein, die die Vergabe von Stellen für Regierungsangestellte transparenter und weniger korruptionsanfällig machen sollte. Diese Maßnahme stieß im Kongreß jedoch auf massiven Widerstand, sodaß bis 1876 die Finanzierung der Kommission eingestellt wurde und stattdessen standardisierte Prüfungen eingeführt wurden.
    Nach dem Ende seiner Präsidentschaft im Jahre 1877 unternahm Grant mit seiner Familie eine zweijährige Weltreise. Im Jahre 1880 stimmte eine Gruppe von Delegierten auf dem Republikanischen Nationalkonvent dafür, Grant erneut zum Präsidentschaftskandidaten zu ernennen, doch schließlich konnte James Garfield die Nominierung für sich entscheiden.
    Im Jahre 1881 erwarb Grant ein Gebäude an der Upper East Side in New York und investierte seine gesamten Ersparnisse in ein Finanzunternehmen, in dem sein Sohn Partner war. Einer der Partner betrog jedoch 1884 die Investoren, so daß das Unternehmen und somit auch der Expräsident die Bankrotterklärung abgeben mußten. Gegen Ende des Jahres 1884 wurde bei Ulysses S. Grant Kehlkopfkrebs diagnostiziert.
    Ulysses S. Grant starb im Alter von 63 Jahren am 23. Juli 1885 in Mount McGregor, New York. Seine Memoiren, die im gleichen Jahr von seinem Freund Mark Twain veröffentlicht wurden, wurden posthum zu einem großen Erfolg. Beigesetzt wurde Grant im New Yorker Riverside Park, die auch als General Grant Memorial bekannte Grabstätte wurde durch Spenden finanziert. 1897 wurde es als größtes Mausoleum der Vereinigten Staaten eingeweiht. Als Ehefreu Julia Grant im Jahre 1902 starb, wurde sie neben ihrem Mann beigesetzt.

    www.youtube.com/watch?v=lBUmYRPz79A

    277

    Gestern, 17:53

    RE: The American Corner - Der Kriegsheld als Präsident - Ulysses S. Grant

    Vielen Dank fuer einen weiteren interessanten Artikel, Uwe.
    Ich moechte in Bezug auf Grant auf die hervorragende US Mini TV Serie "Fackeln im Sturm" (mit Patrick Swayze und Robert Mitchum) hinweisen, die in Germany leider nicht so bekannt ist, sich hier aber grosser Popularitaet erfreute.
    In keiner anderen Serie (nicht mal die Civil War Doku von Ken Burns) lernte ich soviel ueber den Civil War.
    Auch West Point wird darin ausfuehrlich behandelt.
    Angeblich war Grant Alkoholiker, aber die Mini TV Serie liess durchblicken, dass er Apfelsaft oder Tee in seiner flask hatte. :)
    Einer der bekanntesten amerikanischen Präsidenten war und ist Ulysses S. Grant (1822- 1885). Dies lag in erster daran, daß Grant während der entscheidenden zweiten Phase des Amerikanischen Bürgerkriegs das Unionsheer befehligte und letztendlich zum Sieg führte. Grant stammte aus Ohio und absolvierte auf Wunsch seiner Eltern die US- Militärakademie West Point. Er kämpfte bereits zwischen 1846 und 1848 im Krieg der USA gegen Mexiko und erhielt im Verlauf des Sezessionkrieges das Kommando über sämtliche Streitkräfte der Union. Grant galt als agressiver und entschlossener Heerführer, der der Sache der Nordstaaten schließlich zum Erfolg verhalf und dadurch zum Nationalheld wurde. Die Republikaner ernannten ihn daher im Jahre 1868 zu ihrem Präsidentschaftskandidaten. Seine Amtszeit wurde durch zahlreiche Korruptionsskandale überschattet, auch wirtschaftlich war ihm nach dem Ende seiner Präsidentschaft nur wenig Erfolg beschieden. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er damit, seine Memoiren zu verfassen, die in seinem Todesjahr erschienen und zu einem großen Verkaufserfolg wurden.

    278

    Gestern, 18:10

    Fackeln im Sturm und Grant und der Alkohol

    Fackeln im Sturm habe ich damals im deutschen Privatfernsehen (SAT 1 ?) aufmerksam verfolgt, wobei mich in erster Linie die Gefechtsszenen interessierten. Heute würde ich mir die Reihe wahrscheinlich mit etwas anderen Augen anschauen.
    Grant hatte tatsächlich massive Alkoholprobleme, dies betraf aber in erster Linie seine Zeit zwischen dem Krieg gegen Mexiko und seinem vorläufigen Abschied vom Militärdienst im Jahre 1854. Er war in diesem Zeitrahmen von seiner Familie getrennt und schob auf recht abgelegenen Außenposten seinen Dienst. Und vor diesem Hintergrund war der Griff zur Flasche mehr als verständlich.

    279

    Heute, 12:48

    RE: Fackeln im Sturm und Grant und der Alkohol

    Dann hatte er den Alkoholismus im Civil War 10 Jahre spaeter anscheinend ueberwunden.
    Fackeln im Sturm habe ich damals im deutschen Privatfernsehen (SAT 1 ?) aufmerksam verfolgt, wobei mich in erster Linie die Gefechtsszenen interessierten. Heute würde ich mir die Reihe wahrscheinlich mit etwas anderen Augen anschauen.
    Grant hatte tatsächlich massive Alkoholprobleme, dies betraf aber in erster Linie seine Zeit zwischen dem Krieg gegen Mexiko und seinem vorläufigen Abschied vom Militärdienst im Jahre 1854. Er war in diesem Zeitrahmen von seiner Familie getrennt und schob auf recht abgelegenen Außenposten seinen Dienst. Und vor diesem Hintergrund war der Griff zur Flasche mehr als verständlich.

    280

    Heute, 14:25

    The American Corner - Das erste Appeachment - Andrew Johnson

    Andrew Johnson (1808- 1875) war der erste amerikanische Präsident, gegen den ein förmliches Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde. Johnson stammte aus eher kleinen Verhältnissen und galt in den Augen vieler seiner Zeitgenossen als ungebildet. Vor seiner Zeit als 17. Präsident der USA war er unter anderem Abgeordneter im Repräsentantenhaus, Gouverneur des Bundesstaates Tennessee, US- Senator und während des Bürgerkriegs Militärgouverneur. Nachdem Abraham Lincoln am 15. April 1865 erschossen worden war, übernahm Vizepräsident Johnson das Amt des Präsidenten.
    Johnson kam im Dezember 1808 in Raleigh/ North Carolina zur Welt. Nachdem sein Vater im Jahre 1812 an einem Herzinfarkt starb, wuchs er mit zwei Geschwistern in sehr dürftigen Verhältnissen auf. Die Schule besuchte er sehr unregelmäßig, ehe er sich im Alter von nur zehn Jahren dazu entschied, genau wie sein Bruder eine Schneiderlehre zu beginnen. Erst in dieser Zeit erlernte er von seinen Kollegen das Lesen und Schreiben. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Schneider in Alabama und Tennessee.
    Wie für seine Zeit üblich, heiratete Johnson sehr früh. Im Alter von 19 Jahren ehelichte er im Jahre 1827 Eliza McCardle, die Tochter eines Schusters. Gemeinsam eröffnete das junge Paar in Tennessee eine Schneiderei, die durchweg sehr erfolgreich war.
    Bereits während seiner Tätigkeit als Schneider entwickelte Johnson ein großes Interesse für Debatten. In den 1830er Jahren übernahm er sein erstes politisches Amt und wurde zum Bürgermeister seines damaligen Heimatortes Greeneville ernannt. Im Jahre 1835 wurde er bereits Abgeordneter im Repräsentantenhaus in Tennessee, ab 1841 dort Senator und zwischen 1843 und 1853 Abgeordneter im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Schon in in seiner Jugend wurde Johnson von dem ehemaligen Präsidenten Andrew Jackson geprägt, der ebenfalls aus einfachen Verhältnissen stammte. Johnson nutzte vor allem seine herausragenden rhetorischen Fähigkeiten und sprach mit seinen Reden vornehmlich die Masse der bildungsferneren Amerikaner an, wodurch er in der heutigen Geschichtsschreibung als erster populistischer Präsident der USA gilt. Als geborener Südstaaatler galt er als aktiver Unterstützer der "Peculiar Institution" der Sklaverei, wodurch er jedoch immer wieder parteininterne Konflikte innerhalb der Demokratischen Partei, der er angehörte, auslöste. Trotz dieser Widersprüche konnte Johnson in den 1850er Jahren auf eine starke Hausmacht innerhalb der Demokraten setzen. Im Jahre 1853 wurde er für das Amt des Gouverneurs von Tennessee nominiert, die Johnson knapp gegen seinen Herausforderer Gustavus Adolphus Henry für sich entscheiden konnte.
    Im Jahre 1857 vezichtete er auf eine dritte Kandidatur in Tennessee und ließ sich stattdessen als Kandidaten für den US- Senat aufstellen, in den er im Oktober 1857 dann auch gewählt wurde. Auch in dieser Zeit trat Andrew Johnson vehement für die Beibehaltung der Sklaverei ein, da er Afroamerikaner als unterlegene Rasse ansah, für die der Gleichheitsgrundsatz der amerikanischen Verfassung nicht zu gelten habe.
    Als 1861 der Bürgerkrieg ausbrach, ernannte Abraham Lincoln Johnson zum Militärgouverneur, da dieser sich trotz seiner Rassenvorbehalte stets für die Einheit der Union ausgesprochen hatte. Während des Kriegsverlaufs änderte Johnson allmählich seine Meinung zur Sklavereifrage, da die Einheit der Vereinigten Staaten für ihn vorrangig wurde. Hinzu kam, daß seitens der Union immer mehr afroamerikanische Regimenter für den Kriegseinsatz rekrutiert wurden und vor diesem Hintergrund die weitere Beibehaltung der Sklaverei sinnlos erschien.
    Da sich sowohl Republikaner als auch einige Demokraten für die Fortsetzung des Kriegs gegen die Koföderierten Staaten aussprachen, schlossen sich beide Gruppen zu einer gemeinsamen Partei, der National Union Party, zusammen. Im Jahre 1864 trat diese Neugründung mit Lincoln als erneutem Präsidentschaftskandidaten und Andrew Johnson als Kandidaten für die Vizepräsidentschaft bei der Wahl an. Das Gespann Lincoln/ Johnson konnte sich deutlich durchsetzen, und die neue Regierung wurde am 4. März 1865 vereidigt. Knapp einen Monat später wurde Lincoln erschossen, und Andrew Johnson wurde am 15. April 1865 für das Amt des Präsidenten vereidigt. In seiner jetzigen Funktion zeichnete er vor allem dafür verantwortlich, die geschlagenen Südstaaten wieder in die Union zurückzuführen. Allerdings führte diese als "Reconstruction" bezeichnete Eingliederungsphase zu erheblichen Konflikten mit den Republikanern. Während diese weitgehende Bürgerrechte für alle befreiten Afroamerikaner durchsetzen wollten, sprach sich der Präsident strikt dagegen aus, da Afroamerikaner seiner Meinung nach intellektuell und moralisch den Weißen unterlegen waren. Die Konflikte verschärften sich derart, daß das Repräsentantenhaus im Februar 1868 ein Impeachment- Verfahren gegen Johnson einleitete. Dieses wurde jedoch mit einer Stimme verfehlt, so daß Johnson bis 1869 Präsident blieb.
    Nach dem Ende seiner Präsidentschaft blieb Andrew Johnson weiterhin politisch aktiv und wurde im Jahre 1875 kurz vor seinem Tod nochmals zum US- Senator gewählt, nachdem zwei vorhergegangene Bewerbungen gescheitert waren. Bis heute ist Johnson der einzige Präsident, der nach seiner Amtszeit nochmals in den Senat gewählt wurde.
    Andrew Johnson starb am 31. Juli 1875 in Carter Station, Tennessee. Von heutigen Bürgerrechtlern wird er aufgrund seiner weitgehend kompromißlosen Einstellung zur Rassenfrage als einer der schlechtesten amerikanischen Präsidenten bewertet. Dagegen bleibt festzuhalten, daß Andrew Johnson nichts anderes als ein Kind seiner Zeit war und ihm in seiner Haltung zur Rassenfrage durchaus zahlreiche Amerikaner dieser Zeit zustimmten.

    www.youtube.com/watch?v=N466WTClpe4