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    Mittwoch, 29. Juni 2011, 23:52

    Vorortkinos

    In meiner Kindheit und Jugend ging man noch wesentlich mehr ins Kino, als das heutzutage der Fall ist. Klar, das Fernsehen bot noch nicht viel Auswahl, und Filme in Farbe gab es natürlich im Fernsehen auch noch nicht. Um die neuesten Filme zu sehen, musste man in die Innenstadt fahren, dort gab es all die großen Lichtspielpaläste wie den Ufa-Palast. Aber das war für Schüler recht teuer. Wir gingen statt dessen häufiger in das Vorort-Kino, das war zwar kleiner, und die Filme, die dort gezeigt wurden, waren nicht mehr die allerneuesten, aber um mit Freunden für einen Nachmittag Spaß zu haben, genügte uns das. Woran ich mich noch gut erinnere, waren diese ganzen Pauker-Komödien. Was haben wir über die alten Steißtrommler gelacht, wenn ihnen mal ein Streich gespielt wurde. Als die Filme später im Fernsehen kamen, kannte ich sie alle schon, aber gelacht habe ich trotzdem noch über Taft, Knörzerich und co.

    Das Vorortkino, in das ich früher mit meinen Freundinnen gegangen bin, ist natürlich längst geschlossen, da ist jetzt ein Spielkauf drin. Und auch die großen Filmpaläste, die es in der Innenstadt gab, mussten zu einem großen Teil schließen.

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    Donnerstag, 30. Juni 2011, 18:06

    Bei uns war es genau umgekehrt. Wir gingen vom Vorort in die Stadt ins Kino. Der Fußweg dauerte ca. 20-30 Minuten (Bus und Kino war zu teuer). Die Vororte unserer (Klein)Stadt waren zu klein für ein Kino. In der Stadt gab es 3 Kinos. Eines davon war schon etwas heruntergekommen. Dort liefen die weniger bekannten oder schon älteren Filme.

    Was sahen wir Jungs Ende der 60er, Anfang der 70er im Kino? Zunächst einmal die Karl-May-Filme mit Winnetou und Old Shatterhand. Dann auch andere Western, etwa Italo-Western (sofern wir da irgendwie hinein kamen), die Terence Hill/Bud Spencer Prügelfilme aber auch Zeichentrickfilme wie das Dschungelbuch, Aristocats oder Asterix.

    2 der 3 Kinos von damals sind schon lange geschlossen. Trotzdem gibt es in der Stadt immer noch 3 Kinos. Das übrig gebliebene Kino hat den den großen Filmpalast auf 3 Kinoräume aufgeteilt.

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    Dienstag, 2. August 2011, 11:46

    Bei uns gab es auch ein Vorortkino in dem die Filme gezeigt wurden, die in der Stadt in den großen Kinos nicht mehr liefen.
    Das Kino war schon etwas abgenutzt, dafür kostete die Karte
    aber auch nur etwa 2,50 DM und es war zu Fuß oder mit dem Fahr-
    rad erreichbar.
    Neben den schon genannten Filmen gab es dort öfter Louis de Funes
    Filme zu sehen. In gewisser Weise verkörpert Louis de Funes die
    französiche Version eines neurotischen Sechziger-Jahre Spießers,
    was wohl auch seinen Erfolg zumindest teilweise erklärt.

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    Mittwoch, 3. August 2011, 14:59

    Ah ja, an Louis-de-Funès-Filme erinnere ich mich auch noch, da haben wir (meine Freundinnen und ich) uns auch den einen oder anderen angeschaut. An "Brust oder Keule" beispielsweise erinnere ich mich noch. Und hier und da, als wir ungefähr 13 oder 14 waren, sind wir auch schon mal in einen Ab-16-Film gegangen, meistens waren das Filme, bei denen zwischendurch mal ein bisschen mehr Blut geflossen ist oder mal etwas nackte Haut zu sehen war. Da erinnere ich mich an "Das Geheimnis der grünen Stecknadel". Heutzutage, bei dem, was schon im normalen Fernsehen gezeigt wird, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass solche Filme ab 16 waren. Ausweiskontrolle fand, zumindest in unserem Vorortkino, übrigens nicht statt. Wir haben uns dann immer entsprechend aufgeputzt, um etwas älter auszusehen, und das hat auch funktioniert.

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    Mittwoch, 3. August 2011, 15:12

    Gerade darin bestand doch der Reiz der Sache. Wichtig war doch
    dabei, daß man reingekommen war obwohl man die Altersgrenze
    nicht erfüllte. An Kontrollen in diesem Kino kann ich mich auch nicht entsinnen. Das gleiche Prinzip galt übrigens auch für den Kauf
    von Alkohol. An Kiosken oder in vielen Kneipen wurde nicht groß
    gefragt solange das Aussehen in etwa passte.

    6

    Mittwoch, 3. August 2011, 20:36

    Und genauso für den Kauf von Zigaretten und das Rauchen an sich. Damals konnte man auch noch ein Kind zum Kiosk schicken, um sich Zigaretten oder Bier holen zu lassen. Heutzutage muss man zwingend eine EC-Karte oder Kreditkarte besitzen, um einen Zigarettenautomaten bedienen zu können.