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    Freitag, 22. Mai 2015, 21:25

    Kleine Chronik der 60er Jahre - 1961

    2. Januar: Zwischen Weihnachten und Neujahr sind 2820 Menschen aus der DDR geflüchtet.
    3. Januar: Die USA brechen die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab.
    5. Januar: Der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer wird 85 Jahre alt.
    12. Januar: Das Wohnungsdefizit in der Bundesrepublik ist nach Angaben des Wohnungsbauministeriums unter eine Million Wohnungen gesunken. Die Zahl der noch fehlenden Wohnungen wird mit etwa 900.000 angegeben.
    18. Januar: Bei Temperaturen von mehreren Grad unter Null herrscht im Bundesgebiet strahlender Sonnenschein.
    20. Januar: Zum sechsten Mal wird in Oberstdorf Manfred Schnelldorfer Deutscher Meister im Eiskunstlauf.
    1. Februar: Das Land Bremen bewilligt zur Sicherung von 20.000 Arbeitsplätzen bei den in Schwierigkeiten geratenen Borgward- Automobilwerken einen 50 Millionen DM- Kredit.
    10. Februar: Von 1000 jungen Mädchen werden seit drei Jahren jährlich 39 auf den Namen Petra getauft.
    Bei den Jungen wurden 56mal die Vornamen Thomas und Michael gewählt. Diese Vornamen sind z.Zt. in der Bundesrepublik die beliebtesten.
    11. Februar: In vielen Schulen der Bundesrepublik herrscht seit Jahren akuter Lehrermangel, der in einigen Fällen sogar zu "Schichtunterricht" führt.
    16. Februar: Die deutschen Hausfrauen kochen wieder mehr ein. Die Glaswerke Ruhr berichten, daß sie wegen der steigenden Nachfrage die Herstellung von Einmachgläsern in diesem Winter nicht unterbrochen haben.
    27. Februar: Verkehrsunfälle sind nach einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes die häufigste Todesursache für Kinder.
    4. März: In den wachsenden Flüchtlingszahlen sieht der Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen, Ernst Lemmer, eine Ausblutung der DDR, die immer erschreckendere Formen annehme.
    6. März: Die DM wird um 4,75 % aufgewertet, um die Konjunktur in der Bundesrepublik zu dämpfen. Die Parität zum Dollar beträgt nun 4:1 statt 4,20 zu 1.
    17. März: Eine Konferenz der Ministerpräsidenten der Bundesländer beschließt die Gründung einer zweiten Fernsehanstalt.
    21. März: Der Run auf die Aktien der zur AG umgewandelten Volkswagen GmbH ist so groß, daß bei Zeichnungsschluß eine Überzeichnung von 85,4 % registriert wird.
    27. März: Nach der Reisewelle und der Motorisierung ist jetzt das "Volkstelefon" im Kommen. Im letzten Jahr ist die Zahl der Fernsprechanträge in der Bundesrepublik stark gestiegen. Ende 1960 betrug die Zahl der Hauptanschlüsse 5,91 Millionen, zehn Jahre zuvor gab es nur 2,47 Millionen Hauptanschlüsse.
    28. März: Fast drei Millionen Kinder sehen sich in der Bundesrepublik täglich Fernsehsendungen an. Das sind nach Feststellungen des Instituts Allensbach 28 % der Kinder zwischen zwei und 16 Jahren. Jeder fünfte Fernsehzuschauer ist also ein Kind.
    3. April: Während der Osterfeiertage melden sich in West- Berlin etwa 5500 Bewohner der DDR und bitten um Asyl.
    11. April: In Jerusalem beginnt der Prozeß gegen den ehemaligen SS- Obersturmbannführer Adolf Eichmann.
    12. April: Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin umkreist als erster Mensch die Erde in einer Raumkapsel.
    23. April: Über den Rundfunksender UKW- West werden erstmals die Kraftfahrer über Staus auf deutschen Autobahnen informiert.
    4. Mai: Der Deutsche Bundestag verabschiedet gegen die Stimmen der Sozialdemokraten das Bundessozialhilfegesetz.
    5. Mai: Alan B. Shepard fliegt als erster US- Amerikaner in den Weltraum.
    14. Mai: Der britische Rennfahrer Stirling Moss gewinnt den "Großen Preis von Monaco".
    2. Juni: Niedersachsen, Hessen und Rheinland- Pfalz werden von schweren Unwettern heimgesucht. In Niedersachsen werden die schlimmsten Hochwasserkatastrophen seit 100 Jahren verzeichnet.
    4. Juni: Mehr als 2 Millionen Campingreisende sind im vorigen Jahr nach einer Mitteilung des Dt. Camping- Clubs auf 596 Zeltplätzen in der Bundesrepublik gezählt worden.
    6. Juni: In der Bundesrepublik wird zum zweiten Mal eine Volkszählung durchgeführt.
    15. Juni: Auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost- Berlin verlangt der DDR- Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht die Neutralisierung von West- Berlin. Die Frage, ob der Bau einer Mauer in Berlin geplant sei, verneint er.
    17. Juni: In Kahl am Main nimmt der erste Leistungskernreaktor der Bundesrepublik den Betrieb auf.
    24. Juni: Der 1. FC Nürnberg wird mit einem 3:0 Sieg gegen Borussia Dortmund Deutscher Fußballmeister.
    29. Juni: Die Arbeitsämter in der Bundesrepublik werden künftig aus Steuermitteln monatlich 25 DM für jedes zweite Kind auszahlen, wenn das Jahreseinkommen der Eltern 7200 DM nicht übersteigt.
    2. Juli: Von 5,5 Millionen Menschen im Alter von über 65 Jahren leben 64 % allein, 20 % als Ehepaare ohne Anhang und 16 % im Haushalt der Kinder, wie auf dem 1. Bundes- Altenkongreß der Katholiken Deutschlands in Gelsenkirchen bekannt wird.
    17. Juli: Der Deutsche Bundestag verabschiedet einstimmig den Gesetzentwurf zur Förderung der Vermögensbildung von Arbeitseinkommen (312 Mark- Gesetz).
    18. Juli: Gegenwärtig haben nach Angaben des Deutschen Industrie- Instituts von den 21 Millionen Beschäftigten in der Bundesrepublik rund zehn bis elf Millionen die 5 Tage- Woche. Das entspricht rund 50 % aller Beschäftigten.
    23. Juli: In Berlin geht der 10. Deutsche Evangelische Kirchentag mit einer Schlußkundgebung von 90.000 Besuchern im Olympiastadion zu Ende.
    25. Juli: Die Werften in der Bundesrepublik stehen hinter Großbritannien und Japan an dritter Stelle in der Weltrangliste der Schiffsbauländer.
    27. Juli: Die Bremer Borgward AG kündigt 16.000 Beschäftigten und beantragt ein Vergleichsverfahren.
    31. Juli: Wie die Pressestelle des VW- Werks mitteilt, hat der Volkswagen "Käfer" eine Reihe wesentlicher Verbesserungen erhalten. So gibt es jetzt serienmäßig Kraftstoffanzeigen, Lenkradschloß und Vorrichtungen für Sicherheitsgurte. Der Preis für den "Käfer" liegt bei 4720 DM.
    1. August: Die Regierung der DDR kündigt Beschränkungen im innerdeutschen Reiseverkehr an.
    6. August: Die Sowjetunion startet ein zweites bemanntes Raumschiff. Die "Wostok II" bringt Major German Titov in eine Erdumlaufbahn. Sei Flug dauert 25 Stunden und 18 Minuten.
    9. August: Mit 1926 geflohenen DDR- Bürgern wird die bisher höchste Flüchtlingszahl für einen Tag erreicht.
    12. August: Der Ministerrat der DDR beschließt die Sperrung der Sektorengrenze in Berlin.
    13. August: Der Ostsektor von Berlin wird mit Stacheldraht, Sperrzäunen und einem großen Aufgebot von Volkspolizisten abgeriegelt.
    15. August: In vielen Betrieben der Bundesrepublik wird die Arbeit für zwei Minuten niedergelegt, um gegen die Absperrung des Berliner Ostsektors zu protestieren.
    16. August: An der Sektorengrenze wird mit dem Bau einer Mauer aus Betonplatten begonnen.
    25. August: Vor mehr als 2000 Ehrengästen eröffnet Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard die 22. Rundfunk-, Fernseh- und Phonoausstellung, die bis zum 3. September dauert.
    1. September: Auf einer Wahlkundgebung der CDU in Hannover fordert Bundeskanzler Konrad Adenauer die Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen.
    3. September: Gegenwärtig wohnen 39 % der Bevölkerung der Bundesrepublik in einem eigenen Haus und 2 % in einer Eigentumswohnung. Das hat eine Erhebung des DIVO- Instituts in Ffm. ergeben. Auf dem Lande wohnen fast zwei Drittel der Bevölkerung im eigenen Haus. In den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern beträgt die Anzahl der Hausbesitzer dagegen nur 11 %.
    11. September: Zur Stärkung der Berliner Wirtschaft stellt die Bundesregierung zusätzlich zu den bereits bewilligten 11 Mrd. DM für 1961 500 Millionen DM als Sofortmaßnahme zur Verfügung.
    13. September: Werder Bremen gewinnt den DFB- Pokal mit einem 2:1 Sieg über den 1. FC Kaiserslautern vor 20.000 Zuschauern in Gelsenkirchen.
    17. September: Die CDU verliert bei den Wahlen zum 4. Deutschen Bundestag ihre absolute Mehrheit (CDU 45,3 %, SPD 36,2 %, FDP 12,8 %).
    18. September: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Dag Hammerskjöld , ist im Kongo tödlich abgestürzt.
    30. September: Die 40. Internationale Automobilausstellung in Frankfurt geht zu Ende.
    6. Oktober: Dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, wird in New York der Freiheitspreis der Organisation "Freedom House" verliehen.
    11. Oktober: Die BfA in Berlin registriert eine Zunahme von Herz- und Kreislauferkrankungen bei Angestellten um mehr als das Doppelte während der letzten fünf Jahre.
    17. Oktober: An ihre Verpflichtung zu gesamtdeutschem Handeln erinnert Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier die neugewählten Abgeordneten des 4. Deutschen Bundestages bei seiner Amtsübernahme.
    2. November: Nach langwierigen Verhandlungen wird zwischen der CDU/ CSU und der FDP der Koalitionsvertrag vereinbart.
    14. November: Das vierte Kabinett unter Konrad Adenauer wird in Bonn vereidigt.
    22. November: Rund 88 % aller Landwirte und 95 % aller Bäuerinnen haben in ihrem Leben noch nie Urlaub gemacht, teilt der niedersächsische Landvolkverband mit.
    27. November: Die Firma Chemie Grünenthal GmbH zieht das Schlafmittel "Contergan" aus dem Handel.
    4. Dezember: Fünf Million Volkswagen sind seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Wolfsburg gebaut worden.
    4. Dezember: Die starken Regenfälle der letzten Tage führen in Niedersachsen, Hessen und Rheinland- Pfalz zu Überschwemmungen.
    5. Dezember: In der Bundesrepublik herrschen frühlingshafte Temperaturen. Es ist der wärmste Dezembertag seit 130 Jahren mit Temperaturen um 15 Grad.
    7. Dezember: Erich Ollenhauer wird wieder zum Vorsitzenden der SPD- Fraktion im Deutschen Bundestag gewählt.
    16. Dezember: Der Paketstrom aus der Bundesrepublik fließt trotz der verschärften Bestimmungen der DDR- Regierung unvermindert weiter. Im Tagesdurchschnitt werden 250.000 Päckchen und Pakete registriert.
    19. Dezember: Als letztes Land der Bundesrepublik hat Rheinland- Pfalz die Schulgeldfreiheit eingeführt.
    20. Dezember: Das Kuratorium Unteilbares Deutschland fordert alle Deutschen auf, am Heiligabend um 19 Uhr Kerzen in die Fenster zu stellen.
    24. Dezember: In der Bundesrepublik herrscht Frostwetter mit leichten Schneefällen.