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    Freitag, 23. Mai 2014, 16:25

    Mickyvision - Die frühen Jahre (1962/63 - 1965)

    Im Spätherbst 1962 war noch nicht abzusehen, daß mit der Einführung eines neuen Formats durch den Ehapa- Verlag, nämlich die "Mickyvision", eine der langlebigsten und beliebtesten Comicreihen entstehen sollte.
    Das Konzept bestand zunächst in der Übernahme von in das Comicsujet übersetzten Disney- Verfilmungen.
    Die Hefte waren für die damalige Zeit mit 90 Pfg. Verkaufspreis relativ teuer, dafür umfangreicher und von Girardet in Essen im sehr ansprechenden , farbigen Kupfertiefdruck hergestellt.
    Man begann in Heft 1 mit "Spin und Marty", einer Fernsehserie aus den 50ern, die 1962 auch im Programm der ARD gelaufen sein soll. In Heft 2 erfolgte die zeichnerische Umsetzung von "Pongo und Perdita", dem legendären Disney- Kinofilm von 1961, der besser unter dem Titel "101 Dalmatiner" bekannt wurde.
    In Heft 9/ 63 trat zum ersten Mal "Zorro" in Erscheinung, der auch im Deutschland der 60er Jahre einen hohen Bekanntheitsgrad hatte. Der erste Beitrag direkt aus Entenhausen erfolgte in Heft 11/ 63 mit "Donald und die Mathemagie", einem Heft, das nicht nur hohen Unterhaltungswert hatte, sondern auch sehr lehrreich war.
    Mit dem Heft 14 /63, "Bambi", schloß der erste Mickyvision- Jahrgang mit einem sehr erfolgreichen Ergebnis ab; die Druckauflagen sollen bereits in dieser Zeit deutlich im 6- stelligen Bereich gelegen haben.
    Ab Heft 7/ 64 änderte man die Titelkopfzeile. Aus nicht mehr bekannten Gründen wurde der Micky- Maus- Avatar gegen den Kopf des "großen Meisters" Walt Disney ausgetauscht sowie die Hefte mit dem Zusatz "Extraausgabe Nr. ..." versehen.
    Ab März 1965 gestaltete man die Hefte nochmals grundlegend um. Im Titel wurde der Disney- Avatar durch ein aktuelleres Foto ersetzt und die Heftbezeichnung in "Neue Mickyvision" geändert. Das Heftformat wurde verbreitert. Inhaltlich wurde aus dem bis daher reinrassigen Comic ein Magazin, das auf einigen Seiten redaktionelle Beiträge aus Film, Fernsehen, Sport und der Musikszene enthielt. Auch Leserbriefe wurden veröffentlicht. Auf der Rückseite wurden ganzseitige Starfotos in Hochglanz abgebildet. Dadurch erhielt das gesamte Format einen pfiffigeren Touch und wirkte moderner.
    Entscheidend für den Comicbereich war jedoch die Übernahme der legendären französischen Rennfahrerserie "Michel Vaillant", die im Hinblick auf damalige deutsche Befindlichkeiten in "Michael Voss" eingedeutscht wurde. Positiv war, daß diese Serie auch in der chronologisch richtigen Reihenfolge des französischen Originals abgedruckt wurde, was in den 60ern noch alles andere als selbstverständlich war.
    In den Heften 23 bis 26/ 65 schloß der Jahrgang mit der Comicumsetzung der international sehr erfolgreichen Musicalverfilmung "Mary Poppins" ab.
    Erschienen die MV- Hefte von November 1962 bis Februar 1965 im monatlichen Turnus (mit zeitlicher Datierung auf dem Heft ab 9/ 63, wie auch bei der Micky Maus), so änderte man die Erscheinungsweise ab März 1965 in vierzehntägliche Auslieferung.

    Mickyvision, Heft 1 bis 14, November 1962 bis Dezember 1963
    Mickyvision, Heft 1 bis 12, Dezember 1963 bis Dezember 1964
    Mickyvision und Neue Mickyvision,
    Heft 1 bis 26, Januar 1965 bis Dezember 1965

    Alle MV- Hefte im besprochenen Zeitrahmen sind aufgrund der hohen Auflagen auch heute noch reichlich am Markt und für kleines Geld zu erwerben, gelegentlich auch jahrgangsweise. Besser bezahlt werden Heft 1 und 2 von 1962/ 63, 4/64 und 6/64 wegen der Geschichten von Carl Barks sowie alle Ausgaben in Z 1 und besser. In der Regel findet man MV´s der Jahre 1962 bis 1965 in den Zuständen 2 oder 1-2 vor. Nicht zuletzt aufgrund des widerstandsfähigen Umschlagkartons sind Erhaltungen in Z 2-3 oder 3 eher seltener.
    Nachdrucke der Originalhefte gibt es m.W. bis heute nicht.