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    Montag, 15. November 2021, 13:31

    Wie ich 1971 zum "ernsthaften" Sammeln von Briefmarken kam

    Gesammelt habe ich in meiner Kindheit bis 1967/68 eigentlich alles mögliche, sofern man in diesem Alter überhaupt schon von Sammeln im engeren Sinn sprechen kann: Aufstellfiguren (kaum Ritter, dagegen viele Cowboys und Indianer), Bücher, Comics, Münzen und eben auch Briefmarken. Diese befanden sich während des oben benannten Zeitraums in einer Zigarrenkiste und bestanden überwiegend aus bedarfsgestempelten DDR- Sondermarken dieser Zeit, die ich von meinen Verwandten aus der "Zone" erhielt. In einem Wasserbad abgelöst habe ich diese damals noch nicht, sondern so gut es ging von den Briefen "entfernt". Entsprechend werden die Erhaltungen gewesen sein, aber das störte mich damals noch nicht.
    Dies änderte sich allmählich nach meinem Übergang auf die weiterführende Realschule im Spätsommer 1967. Meinen wachsamen Augen war nicht entgangen, daß in unserer Pausenhalle nicht nur Milch und Kakao getrunken und das Pausenbrot verzehrt, sondern auch sehr aktiv Briefmarken getauscht wurden. Darüber hinaus gab es unseren Lehrer für Englisch und Französisch, Julius Boden, der ebenfalls begeisterter Philatelist war und die Jungs (Mädels gab es an dieser Schule nicht) eifrig bei ihrem Hobby durch die großzügige Rotation seiner Tauschalben unterstützte.
    Kurz, soweit es meine grauen Zellen noch hergeben, schaute ich mir einiges ab und begann 1968 ebenfalls, mir standesgemäß Pinzette, Lupe, Einsteckalben und den ersten s/w Philex- Katalog "Deutschland" zuzulegen. Gesammelt habe ich, wie das bei Kindern in diesem Alter meist üblich war, zunächst "Alle Welt". Die Marken bezog ich fast immer aus den sogenannten "Wiener Taschen", die ich im Kaufhaus erstand. Das waren Päckchen mit Zusammenstellungen von themenbezogenen Marken, z.B. "100 versch. Deutschland" oder "25 versch. Schmetterlinge". All diese Marken waren natürlich Pfennigartikel, die keinen besonderen Wert hatten.
    So konnte ich mir nach und nach eine ganz nette Schülersammlung aufbauen, die ich nach Ländern und Kontinenten in Einsteckalben sortierte.
    Da meine Verwandten in der DDR durch die "Buschtrommel" meiner Mutter allmählich mitbekamen, daß ich Marken sammelte, schickten sie mir immer wieder einmal postfrische Neuheiten zu. Dies muß in den Jahren 1968/69 geschehen sein, da ich mich noch an zahlreiche DDR- Dubletten aus dieser Zeit erinnern kann, die ich dann in der Schule vertauschte. Auch begann ich im Januar 1969 , mir die postfrischen Neuheiten der Deutschen Bundespost regelmäßig am Schalter zu kaufen. Gegen Ende 1969 ging dann ein großer Wunsch für mich in Erfüllung. Quasi als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk kaufte mir meine Mutter den Michel Europa- Katalog 1970, ein stattliches Werk von vielen hundert Seiten, in dem damals noch sowohl West- als auch Osteuropa katalogisiert war. Diese "Bibel" begleitete mich rund fünfzehn Jahre auch zu einer Zeit, als ich mich längst vom "Generalisten" zum "Spezialisten" weiterentwickelt hatte.
    Tatsächlich ging es im Frühjahr 1971 nach einer ca. 15 Monate andauernden Modellbauphase (AIRFIX) mit dem "ernsthaften Sammeln" von Briefmarken los. Ich schloß bei Sieger eine ganze Reihe von Neuheitenabos ab und spezialisierte mich auf ein rundes Dutzend Gebiete, darunter Bund/ Berlin, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Großbritannien, die USA, Kanada und Japan. Einige dieser begonnenen Sammlungen löste ich ab 1975 wieder auf, da es vom Umfang und vor allem vom Kostenaufwand zu viel wurde. Auch bezog ich Fachzeitschriften und wurde Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Japan.
    Bis heute hat mich die Briefmarkensammelei mit einigen Höhen und Tiefen nicht wieder losgelassen, wobei ich heute nur noch über einige kleinere Sammlungen verfüge, in die ich gelegentlich immer wieder einmal hineinschaue.

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    Montag, 15. November 2021, 17:24

    RE: Wie ich 1971 zum "ernsthaften" Sammeln von Briefmarken kam

    Danke fuer einen weiteren interessanten Beitrag, Uwe!
    Mein DDR-Opa war ein ernsthafter Philatelist, und seine grosse Briefmarkensammlung war der Hauptgrund, warum er nicht mit Frau und juengstem Sohn ueber die Grenze geflohen ist, so wie mein Vater Ende der 40er Jahre, und wie seine einzige Tochter wenige Jahre spaeter.
    Ich wuchs also mit Briefmarken auf, die mir mein Opa immer begeistert zeigte, wenn wir wieder mal zu Besuch in Pegau waren.
    Einer meiner Lieblingsfilme aus der damaligen Zeit war "Der Mann, der Sherlock Holmes war" mit Heinz Ruehmann und Hans Albers, darin geht es u. a. um die blaue Mauritius, aber die hatte mein Opa leider nicht in seiner riesigen Sammlung.
    Fast-forward ca. 42 Jahre spaeter entdeckte ich hier in den USA bei der Post (USPS), was fuer huebsche forever stamps sie Jahr fuer Jahr veroeffentlichen.
    Ich kaufe immer einen grossen Vorrat Briefmarken fuer Geburtstagskarten nach Germany (erfordern pro Karte 5 forever stamps) bzw den jaehrlichen photo letter an meine Mutter in Braunschweig.
    Da gab es forever stamps von Gregory Peck, James Stewart, alten Western Darstellern wie Tom Mix, John F. Kennedy, Elvis Presley, John Lennon (in 4 verschiedenen Farben), Andrew Wyeth Gemaelde, Luftaufnahmen von amerikanischen Fluessen, die typisch amerikanische rote Scheune und weisse Kirchlein, Seerosen, Otter, Froesche, Schaeferhunde, und neuerdings 3 D stamps (hier hologram oder holograph stamps von den Postangestellten genannt) mit sich bewegenden Dinosauriern (Tyrannosaurus Rex).
    Auch zu Weihnachten laesst sich USPS immer was Huebsches einfallen.
    Forever stamps heisst, dass man die Marken auch noch NACH der Erhoehung des Portopreises weiterverwenden kann, ohne mehr Marken aufkleben zu muessen (so hat es mir zumindest mein Mann gerade erklaert).
    Aus England kenne ich lediglich die Briefmarke mit der Queen.
    Gesammelt habe ich in meiner Kindheit bis 1967/68 eigentlich alles mögliche, sofern man in diesem Alter überhaupt schon von Sammeln im engeren Sinn sprechen kann: Aufstellfiguren (kaum Ritter, dagegen viele Cowboys und Indianer), Bücher, Comics, Münzen und eben auch Briefmarken. Diese befanden sich während des oben benannten Zeitraums in einer Zigarrenkiste und bestanden überwiegend aus bedarfsgestempelten DDR- Sondermarken dieser Zeit, die ich von meinen Verwandten aus der "Zone" erhielt. In einem Wasserbad abgelöst habe ich diese damals noch nicht, sondern so gut es ging von den Briefen "entfernt". Entsprechend werden die Erhaltungen gewesen sein, aber das störte mich damals noch nicht.
    Dies änderte sich allmählich nach meinem Übergang auf die weiterführende Realschule im Spätsommer 1967. Meinen wachsamen Augen war nicht entgangen, daß in unserer Pausenhalle nicht nur Milch und Kakao getrunken und das Pausenbrot verzehrt, sondern auch sehr aktiv Briefmarken getauscht wurden. Darüber hinaus gab es unseren Lehrer für Englisch und Französisch, Julius Boden, der ebenfalls begeisterter Philatelist war und die Jungs (Mädels gab es an dieser Schule nicht) eifrig bei ihrem Hobby durch die großzügige Rotation seiner Tauschalben unterstützte.
    Kurz, soweit es meine grauen Zellen noch hergeben, schaute ich mir einiges ab und begann 1968 ebenfalls, mir standesgemäß Pinzette, Lupe, Einsteckalben und den ersten s/w Philex- Katalog "Deutschland" zuzulegen. Gesammelt habe ich, wie das bei Kindern in diesem Alter meist üblich war, zunächst "Alle Welt". Die Marken bezog ich fast immer aus den sogenannten "Wiener Taschen", die ich im Kaufhaus erstand. Das waren Päckchen mit Zusammenstellungen von themenbezogenen Marken, z.B. "100 versch. Deutschland" oder "25 versch. Schmetterlinge". All diese Marken waren natürlich Pfennigartikel, die keinen besonderen Wert hatten.
    So konnte ich mir nach und nach eine ganz nette Schülersammlung aufbauen, die ich nach Ländern und Kontinenten in Einsteckalben sortierte.
    Da meine Verwandten in der DDR durch die "Buschtrommel" meiner Mutter allmählich mitbekamen, daß ich Marken sammelte, schickten sie mir immer wieder einmal postfrische Neuheiten zu. Dies muß in den Jahren 1968/69 geschehen sein, da ich mich noch an zahlreiche DDR- Dubletten aus dieser Zeit erinnern kann, die ich dann in der Schule vertauschte. Auch begann ich im Januar 1969 , mir die postfrischen Neuheiten der Deutschen Bundespost regelmäßig am Schalter zu kaufen. Gegen Ende 1969 ging dann ein großer Wunsch für mich in Erfüllung. Quasi als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk kaufte mir meine Mutter den Michel Europa- Katalog 1970, ein stattliches Werk von vielen hundert Seiten, in dem damals noch sowohl West- als auch Osteuropa katalogisiert war. Diese "Bibel" begleitete mich rund fünfzehn Jahre auch zu einer Zeit, als ich mich längst vom "Generalisten" zum "Spezialisten" weiterentwickelt hatte.
    Tatsächlich ging es im Frühjahr 1971 nach einer ca. 15 Monate andauernden Modellbauphase (AIRFIX) mit dem "ernsthaften Sammeln" von Briefmarken los. Ich schloß bei Sieger eine ganze Reihe von Neuheitenabos ab und spezialisierte mich auf ein rundes Dutzend Gebiete, darunter Bund/ Berlin, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Großbritannien, die USA, Kanada und Japan. Einige dieser begonnenen Sammlungen löste ich ab 1975 wieder auf, da es vom Umfang und vor allem vom Kostenaufwand zu viel wurde. Auch bezog ich Fachzeitschriften und wurde Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Japan.
    Bis heute hat mich die Briefmarkensammelei mit einigen Höhen und Tiefen nicht wieder losgelassen, wobei ich heute nur noch über einige kleinere Sammlungen verfüge, in die ich gelegentlich immer wieder einmal hineinschaue.

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    Montag, 15. November 2021, 19:27

    Philatelie im Film und Forever Stamps

    In "Ein Mann geht durch die Wand" mit Heinz Rühmann wird dieser auch als Briefmarkensammler dargestellt, der sich nach langem Hin und Her eine schöne Überseemarke kauft. Ansonsten tritt die Thematik in Spielfilmen m.E. eher selten in Erscheinung.
    "Forever stamps" gibt es neben den USA auch in Großbritannien. Nach meiner Erinnerung werden die Marken mit Buchstabencodes versehen, die jeweils eine bestimmte Verssendungsart (Inlandsbrief, Auslandsbrief, Einschreiben usf.) repräsentieren. Ist aber nicht mehr mein Gebiet, da ich GB und USA nur bis 1973 sammle, als der Inlandsbrief in den Staaten noch acht Cents kostete. Da kann man sehr schön z.B. nach Marken mit Tabs (use Zip Code) oder Viererblocks mit Plattennummern spezialisieren. Beim Kolumbussatz von 1892 und anderen frühen USA- Ausgaben kann es dann schon richtig teuer werden, auch bei CSA (Confederate States of America), vor allem auf Brief.

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    Montag, 15. November 2021, 20:10

    Ich habe in meinem Leben schon vieles gesammelt aber ein ernsthafter Briefmarkensammler war ich eigentlich nie.
    Aber von meinem Vater hatte ich 2 dicke Briefmarkenalben mit hauptsächlich drittes Reich und davor und frühe Bundesrepublik.
    Aber außer gelegentlich mal reinschauen haben sie mich nie sonderlich intressiert.
    Aber vor etwa 15 Jahren hatte ich mal eine sehr intensive Freundin die hatte einen halbwüchsigen Sohn der sammelte begeistert Briefmarken.
    Ein eher seltenes Hobby der damaligen Jugend. Dem schenkte ich mal eins der beiden Alben.
    Aber irgendwann hatte ich die Nase voll von Freundin und beide waren dann auch verschwunden und das Album auch.
    Ich habe aber auch bis heute keine Ahnung ob da was besonderes drin war. Das zweite liegt hier noch irgendwo in einem Schrank oder Schub.

    Wenns ich mal finde muss ich es mir mal angucken.
    Ich habe mir da mal 2 Bücher mit wunderschönen Aufnahmen der Briefmarken von 33 bis 45 gekauft sowas hätte ich auch gerne der Jahre 45 bis 70. Gibts sowas?
    Anbei ein Titel eines Buches über die blaue Mauritius eines meiner Lieblingsschriftsteller. Mit tollen Zeichnungen von Ditz von Schneidewind.
    Sowas habe ich mehrere muss ich mal zusammensuchen.
    »Eiwennho« hat folgendes Bild angehängt:
    • maririus.jpg