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    Donnerstag, 29. Juli 2021, 22:01

    Wdr 2

    Der UKW- Radiosender WDR 2 hat mich und meine Familie von den 60ern bis in die späten 80er Jahre häufig durch den Alltag begleitet. Es handelte sich um ein Infotainment- Programm mit ausgewogener Unterhaltungsmusik und oft sehr gutem redaktionellem Inhalt , das wir mit wenigen Ausnahmen je nach Tagesablauf immer wieder gern hörten. Erst um 1990 wich ich auf andere Sender aus, nachdem der Empfang in Norddeutschland schlechter wurde und auch die Radiosender des WDR begannen, Werbeblöcke auszustrahlen.
    Sendestart von WDR 2 war bereits das Jahr 1950, als die UKW- Technik allmählich in Deutschland Einzug zu halten begann. In diesem Zeitrahmen startete der damalige NWDR eine UKW- Kette für den Westen, aus dem u.a. WDR 2 hervorging.
    WDR 2 war bereits in den 60er Jahren Vorreiter einer Reihe von Magazinsendungen mit informativen redaktionellen Inhalten, aufgelockert durch ansprechende Unterhaltungsmusik. Dazu gehörte das seit 1967 zwischen 6.00 Uhr und 9.00 gesendete "Morgenmagazin" dessen morgendlicher Jingle- Weckruf (Champions Party von der Bob Elger Band) mir heute noch in den Ohren klingt, da es zeitweise mit einem Hahnenschrei unterlegt wurde.
    Hinter dem Mikrophon saßen damals zumindest in NRW sehr bekannte und auch populäre Radiojournalisten wie ein Dieter Thoma, ein Klaus Jürgen Haller, eine Gisela Marx, ein Reinhard Münchenhagen oder ein Manfred Erdenberger.
    Weitere sehr populäre Formate aus dieser Zeit waren das "Mittagsmagazin" (seit 1965), "Quintessenz" (Fakten für Verbraucher), "Zwischen Rhein und Weser", "Freie Fahrt ins Wochenend´", "Mel Sondock´s Hitparade" (die oft genug die einzige Möglichkeit für Kassettenmitschnitte der aktuellen Hits war), "Daheim und unterwegs", das historische Format "Zeitzeichen" , "Das Sonntagsmagazin A-Z" sowie "Sport und Musik".
    Rundfunkgeschichte schrieb das von Carmen Thomas seit 1974 einmal wöchentlich moderierte Infotainment- Format "Hallo Ü- Wagen", in dem an wechselnden Orten in NRW aktuelle Themen unter Beteiligung der dort ansässigen Bevölkerung diskutiert wurden. Die bekannteste Folge dürfte "Urin- ein ganz besonderer Saft" gewesen sein, die nach meiner Erinnerung um 1975/76 gesendet wurde und zu heftigen Diskussionen über das Pro und Contra der Selbstheilung durch die Einnahme von Urin führte.
    WDR 2 soll noch bis weit in die 90er Jahre über ein hohes journalistisches Niveau verfügt und erst durch die Programmreformen der letzten zwanzig Jahre qualitativ stark nachgelassen haben. Dies entnehme ich jedoch den Aussagen Dritter, da ich die Entwicklung des Senders in den letzten dreißig Jahren persönlich nicht weiter verfolgt habe.

    Einige Jingles der 60er bis 80er Jahre, die vielen älteren Hörern von WDR 2 auch heute noch in den Ohren klingen dürften, finden sich hier:
    www.youtube.com/watch?v=kE2Cvc_QdlY
    www.youtube.com/watch?v=lmt7u_sRrCA

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    Freitag, 30. Juli 2021, 14:35

    Wir haben uns inzwischen vom WDR2 als unserem "Standardprogramm" verabschiedet, weil es dort fast nur noch 08/15-Popgedudel in "Dauerschleife" gibt.

    Den Begriff "Dauerschleife" benutzte ein WDR2-Hörer, was dem Moderator - Thomas Bug, auch von der "Aktuellen Stunde" im WDR Fernsehen bekannt - doch unangenehm aufstieß. :D

    Inzwischen hören wir WDR4. Da läuft zwar auch immerzu fast dasselbe, aber wenigstens stammt es größtenteils aus den 60er bis 80er Jahren. Und er kommt ohne Reklame aus.

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    Freitag, 30. Juli 2021, 16:17

    WDR 2 als "Popgedudel in Dauerschleife" und ein Film über und mit Klaus Jürgen Haller

    Yep, genau in dieser Art hatte ich es auch von dritter Seite gehört. Mitttlerweile soll der Sender gegenüber vielen Privatsendern in Deutschland austauschbar und weitgehend "gesichtslos" geworden sein.
    Ergänzend sei noch auf einen Film mit und über Klaus Jürgen Haller hingewiesen, der 2019 vom WDR produziert wurde und über die ARD- Mediathek abrufbar ist. Dauer ca. eine Stunde und m.E. überaus sehenswert, da der mittlerweile mit einem Schnurrbart versehene Achtzigjährige über seine Zeit beim WDR plaudert und dabei auch einiges aus dem Nähkästchen erzählt.

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    Montag, 12. Februar 2024, 18:03

    WDR 2 zu hören war in den 60er Jahren beinahe Pflicht gewesen-allein schon wegen "Sport und Musik"
    In den 60ern ganz "klassisch" per Röhrenradio in der Küche.
    Meines Wissens war es ein Modell der Marke "Graetz" mit einem magischen Auge.
    Da hieß es,mindestens 5 Minuten vor Sendebeginn das Radio einzuschalten,damit man pünktlich zum Anstoß die ersten Info´s bekam.
    Falls ich mich recht erinnere,gab es die Berichte aus den Stadien samt Reportern da noch mit Beginn der zweiten Halbzeit,vorher gab es die Halbzeit-Ergebnisse.
    Das änderte sich erst mit Beginn der 70er Jahre,falls ich mich recht erinnere.

    "Discothek im WDR" mit Mal Sondock lief immer Mittwochs ab 19:05 Uhr-die erste Sendung soll 1967 ausgestrahlt worden sein.
    Ab Weihnachten 1972 hatte ich einen Mono-Kassetten-Rekorder,dann wurde fleißig die Lieder mitgeschnitten,falls Mal nicht dazwischenredete.


    Die Erkennungsmelodie von "Quintessenz" ist übrigens "all my loving"-hier gespielt von Herb Alpert.

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    Mittwoch, 14. Februar 2024, 16:38

    Bei uns in Braunschweig hoerten wir den NDR Rundfunksender.
    Da gab es Mitte der 60er Jahre ein vierteiliges Hoerspiel: "Tom Sawyer", immer am Samstagnachmittag nach der Schule.

    Mir waren die vielen Nachrichten und sonstigen Unterbrechungen im Radio immer zuviel.
    Als ich spaeter Auto fuhr, hoerte ich mir Kassetten an bzw ab der Mitte der 90er Jahre bis heute nur noch CD's.